Reich belohnter Zittersieg

Cup

Knapp mit 6:4 hat der UHC Sarganserland in der dritten Unihockey-Cuprunde gegen Nachbar
Grabs-Werdenberg gewonnen. Nach dem hartnäckigen 2. Ligisten wartet nun NLA-Vertreter Thun.

Die Unihockeysaison beginnt zwar erst in gut einem Monat. In Grabs gings aber am Samstag schon hoch zu und her. 2.-Ligist Rangers Grabs-Werdenberg empfing den Nachbarn und «grossen Bruder» UHC Sarganserland aus der Nationalliga B. Rund 250 Zuschauende sorgten für eine lautstarke Kulisse in der Unterdorf-Turnhalle.

Belohnt wurde das Publikum mit einem würdigen Cupspiel, das erst in der letzten Minute entschieden wurde. Mit einem weiten Schlenzer zum 6:4 ins verlassene Grabser Tor entschied UHCS-Mittelstürmer Sven Kocherhans das hart umkämpfte Derby. Zuvor hatte Leandro Rupp in der 55.Minute nach einer langen Sarganser Druckphase das vorentscheidende 5:4 geschossen.

Grabs kehrt das Spiel

Erst im Schlussdrittel zeigten sich die Unterschiede zwischen dem 2.-Ligisten und dem langjährigen NLB-Vertreter. Als die Kräfte des Unterklassigen langsam schwanden, erhöhten die jungen Sarganserländer Akteure den Druck. Es brauchte aber einen Zusatzeffort, denn lange roch es nach Überraschung. Nach zwei Dritteln führten die Grabser noch mit 4:3. Angeführt vom hoch motivierten ehemaligen UHCS-Spieler Hans Sturzenegger kehrten die Rangers einen zwischenzeitlichen 1:3-Rückstand. Pascal Dort (11.), Dominik Hardegger (12.) und Neuzugang Valentin Heini (28.) hatten getroffen. Umstritten dabei der vierte Treffer: Der Stock des Sarganser Captains Claudio Stucki flog nach einem energischen Vorstoss vor die Grabser Auswechselbank, wo ihn ein Ranger-Akteur auflas und hinter die Bande legte. Stucki suchte, fand aber seinen Stock nicht und liess sich auswechseln. Währenddessen wurde Stuckis Stock wieder aufs Spielfeld gelegt und die Schiedsrichter darauf aufmerksam gemacht. Reglementarisch richtig sprachen diese eine Zwei-Minuten-Strafe gegen Stucki aus. Fairplay geht aber anders.
Das «Karma» schlug aber in der 57.Minute zurück. Einen harten Check Sturzeneggers in der Offensivzone bestraften die Unparteiischen mit einer
kleinen Bankstrafe. Das Grabser Schlussfeuerwerk wurde so im Ansatz unterbunden.

Gute Erinnerungen

«Ende gut, alles gut», hiess das Motto
der Sarganserländer nach Spielende. Zwar hatten sie deutlich mehr Ballbesitz, wussten aber damit lange wenig anzufangen. Bis zum Saisonstart gibt es noch einiges zu tun. Der Auswärtssieg hat sich aber gelohnt: In der nächsten Cuprunde (1/16-Final) wartetm mit Thun ein NLA-Vertreter. An die
Berner Oberländer haben – zumindest die älteren Vereinsmitglieder – gute Erinnerungen. Vor zwölf Jahren gewan der UHCS, damals noch 1.-Ligist, gegen Thun (damals NLB) mit 2:1 in der Verlängerung des Cup-Achtelfinals. 

Bild und Bericht: Reto Voneschen, Sarganserländer