Gut gekämpft und doch nicht gewonnen

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Hochmotiviert und top vorbereitet trafen die Spielerinnen des UHC Sarganserland zwei Stunden vor Spielbeginn in der Sporthalle Riet ein. Die Vorbereitungszeit wurde gut genutzt und der Fokus auf das Spiel sukzessive aufgebaut. Nach einer letzen Ansprache in der Kabine folgte ein Einlaufen was den Spielerinnen noch lange in Erinnerung bleiben soll. Spätestens als die Klänge der Nationalhymne ertönten oder die Starting 6 aufs Feld gerufen wurden waren alle Spielerinnen hellwach.

Der Start ins Spiel verlief gut. Streng nach dem Game Plan der Trainer wurde mit jedem Einsatz etwas mehr Sicherheit gewonnen und etwas frecher nach vorne gespielt. Etwas überraschen doch keines Wegs unverdient erzielten die Sarganserländerinnen das erste Tor der Partie. Wie so oft brauchte Davos nicht lange für eine Antwort. Nur wenige Minuten später fiel der Ausgleichstreffer. Knapp vor Ende des ersten Drittels wurde es nochmals richtig gefährlich, als gegen die vorherige Torschützin Noemi Walser eine 2 Minuten Strafe wegen Stockschlags ausgesprochen wurde. Das 1:1 konnte jedoch über die Zeit gerettet werden.

Zu beginn des Mittelabschnitts starteten die Sarganserländerinnen in Unterzahl. Die verbleibenden Sekunden verstrichen jedoch gefahrlos. Angestachelt von diesem Minierfolgt drückte Sargans die Davoserinnen in ihre eigene Hälfte. Mit Ausnahme einiger Konter fand das Spiel nun vor dem Tor der Davoserinnen statt. Die logische Konsequenz daraus war die erneute Führung. Davina Walser traf aus der zweiten Reihe mit einem Distanzschuss. Kaum war der Jubel verstummt griff der nächste Sarganser Block an. Der Pass von Chiara Herrmann gelangte zu Eveline Good welche den Ball zum 3:1 einschoss. Es folgten viele weitere Chancen im 2. Drittel, welche alle nicht genutzt werden konnten.

Die Davoserinnen schienen nach dem Mitteldrittel müde und abgekämpft. Davon war beim Anpfiff des letzten Drittels nichts mehr zu sehen. Davos startete ein furioses Pressing. Die Sarganserländerinnen, mit dem plötzlichen Systemwechsel Ihrer Gegnerinnen teilweise überfordert, reihten nun individuelle Fehler und unnötige Ballverluste aneinander. Dies Nutzte Davos mit einem Doppelschlag in der 50. und 52. Minute brutal aus. Die Hoffnung das 3:3 über die Zeit zu retten schwand mit jeder Sekunde. Als dann eine Davoserin in der 58. Minute die erstmalige Führung erzielte erinnerte einiges an das Spiel des letzten Jahres. Das Time Out und der Versuch mit sechstem Feldspieler noch das Unentschieden zu erzielen verfehlten leider die erwünschte Wirkung. Somit hiess es auch in diesem Jahr, Endstation Davos!

Telegramm:
UHC Sarganserland – I. M. Davos Klosters 3:4 (1:1/2:0/0:3)
Zuschauer 133 – SR: Eisenmann/Nievergelt
Tore: 11. N. Walser (J. Grünenfelder) 1:0; 15. R. Kasper 1:1; 35. D. Walser (L. Züst) 2:1; 36. E. Good (C. Herrmann) 3:1; 50. R. Kasper (L. Guler) 3:2; 52. D. Meier (C. Paschoud) 3:3; 58. M. Bleeker 3:4
Strafen: 2 mal 2 Minuten gegen UHC Sarganserland und 1 mal 2 Minuten gegen I. M. Davos Klosters
Bemerkungen: UHC Sarganserland ohne A. Walser und N. Brossard (verhindert); 57:16 Time Out UHC Sarganserland; Sarganserland ab 58. Minute ohne Torhüterin; Best Player UHC Sarganserland M. Stähli, I.M. Davos Klosters S. Mohn

 

Bericht von Tobias Rudin