Gesunde Finanzen und ein neues Ehrenmitglied

Bericht Reto Voneschen, Sarganserländer

Der neue Vorstand des UHC Sarganserland hatte ein happiges erstes Jahr zu
absolvieren. Finanziell ist der NLB-Klub erfreulich durch die Krise gekommen.

Vor einem Jahr erlebte der UHC Sarganserland einen der heftigsten Stürme seiner bald 30-jährigen Vereinsgeschichte. Eine Woche vor der Vereinsversammlung trat – bis auf Sportchef Samuel Pfiffner – der damalige Vorstand zurück. In Windeseile mussten vor der Versammlung neue Leute für den Vorstand gefunden werden. Die ehemaligen Spielerinnen Nadja Sieber-De Coi und Sandra De Coi-Willi stellten sich zur Verfügung, mit Hanspeter Büsser gab der ehemalige Vereinspräsident sein «Comeback» an der Spitze des Vorstandes. 

Ein Jahr später sah die UHCS-Welt bei der Versammlung im Wangser Sternensaal schon einiges entspannter aus. Thomas Schlegel, Karel Ackermann und Andri Peer ergänzten den Vorstand im Laufe des letzten Jahres. Und sie wussten Gutes zu erzählen, zumindest was das Finanzielle betraf. Die Sponsoreneinnahmen konnten unter der Regie von Thomas Schlegel und Roger Steinmann markant gesteigert werden, dazu erhielt der UHCS, wie so viele Vereine, auch eine Finanzspritze des Bundes für entfallene Einnahmen in der Coronazeit. Ebenso zahlte der Dachverband Swiss-Unihockey einen Grossteil der Lizenz- und Spielbetriebsabgaben zurück. «Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen», berichtete Finanzchef Schlegel an der VV. Das Ziel ist es, den 380 Mitgliedern, davon rund 300 Aktive, die Mitgliederbeiträge auf Jahre hinaus zu reduzieren. Ebenso wurden diverse Rückstellungen, unter anderem für die geplante 30-Jahr-Feier im nächsten Jahr vorgenommen. Die Jahresrechnung wies so einen kleinen Gewinn aus.

Statuten und Logo neu

Der neue Vorstand war von Beginn weg vor allem wegen der Pandemie gefordert. Vielfach mussten die Schutzkonzepte für Trainings und Spiele angepasst werden, ehe im Oktober die Saison erst unter- und dann im Januar abgebrochen wurde. Immerhin durften die schulpflichtigen Junioren weiter trainieren. Ab März dann auch die U20-Junioren und später ebenfalls das NLB-Fanionteam. Da bis Oktober nur sehr wenige Partien gespielt werden konnten, waren die sportlichen Höhepunkte rar gesät. Erfreulich war der Vorstoss der verjüngten U21-Equipe in den Halbfinal des Comeback-Cups, des Meisterschafts-Ersatzturniers für Junioren.

Der Vorstand nahm sich in der spielfreien Zeit auch neuen Aufgaben an. So wurde die längst fällige Statutenrevision unter Mithilfe von Jurist und «Vereinslegende» Patrick Scherrer vorangetrieben und an der VV den Mitgliedern vorgestellt. Ebenso wurde ein neues Logo mit einem «UHCS-Ritter» gestaltet. 

Medard Willi neues Ehrenmitglied

Erfreut stellte Präsident Büsser fest, dass praktisch keine Vereinsaustritte zu verzeichnen waren. Dafür war der Zulauf, wohl pandemiebedingt, bei den jüngsten Junioren etwas tiefer als in den Vorjahren. Einen Wechsel gab es in der Geschäftsstelle. Christa Pöhl Kohler übernahm diese von Fabienne Kohler-Riesen. 

Mit einer Überraschung wartete Büsser zum Ende der Versammlung auf. Der lange Jahre schon in diversen Chargen tätige Sarganser Medard Willi wurde als Ehrenmitglied vorgeschlagen und natürlich auch gewählt. 

 

Legende zum Foto:
Medard Willi (neues Ehrenmitglied), Hanspeter Büsser (Präsident)