Erst harzig, dann flüssig

Den ersten Saisonsieg mussten sich die U21-Junioren des UHC Sarganserland hart erarbeiten. Erst im Schlussdrittel überzeugten sie beim 8:6-Sieg.

Udo Jürgens „Griechischer Wein“, hallte in voller Lautstärke durch die UHCS-Kabine nach Spielschluss. Der erste Saisonsieg sorgte für ausgelassene Stimmung bei den U21-Junioren. Euphorie wollte aber nach dem 8:6 gegen die Rheintal Gators keine aufkommen. „Die drei Punkte sind das Beste des Spiels“, befand Chefcoach Martin Sauter. Erst mit der Schlussirene durften sich die UHCS-Junioren den drei Zählern sicher sein.

„Komm schenk mir ein“, hiess es zuerst bei den Gästen. Kevin Kehl mit einem „Blueliner“ und Valentin Heini mit einem „Arjen-Robben-Gedenklauf“ sorgten für ein 2:0 nach sieben Minuten für den UHCS. Doch die mit nur elf Feldspielern angereisten Gators steckten dann den Korken in die UHCS-Flasche. Bis Spielhälfte glichen sie aus und auf Manuel Zimmermanns erneuten Führungstreffer wussten sie nur 19 Sekunden später mit dem 3:3 die Antwort. Auch als Zimmermann und Vasella in Co-Produktion kurz vor der Pause das 4:3 erzielten, schlugen die „Krokos“ nach dem zweiten Wechsel erneut zu. Doch Sauters Standpauke in der Pause und die Reduzierung der besten Kräfte auf zwei Linien sorgte für neuen Schub.

Wirkten die Sarganserländer im zweiten Drittel oft noch etwas fahrig und statisch, drückten sie im Schlussabschnitt nun auf die Tube. Zweimal Gianni Sonderegger (41./50.) und Florian Zwahlen (42.) sorgten für einen vermeintlich sicheren Drei-Tore-Vorsprung. Den Rheintalern ging langsam die Luft aus, mit „Geschenken“ verhalfen ihnen die Gastgeber aber weiter im Spiel zu bleiben. Auch nach Silvan Utzingers 8:5 (56.) war der „Mischt no nid karret“ – zweieinhalb Minuten vor Schluss kam noch der sechste Gegentreffer. Zum Glück der letzte.

Das Thema „Mist“ war auch bei Zwahlen vorherrschend. Frei nach Bundesliga-Legende Paul Breitners legendärem „vor dem Penaltyschiessen hatten alle die Hose voll, nur bei mir liefs flüssig“, forderte der Capitano vor dem Spiel von seinen Leuten „einen ‚geilen Schiss‘“ hinzulegen. „Doch zwei Drittel lang wars mehr eine Verstopfung, erst im Schlussdrittel fings an zu flutschen“, hätte er in die Reporter-Mikrofone diktiert, wenn welche da gewesen wären. Waren sie aber nicht, die Floskel hätte trotzdem gestimmt. So oder so – am Schluss zählen die Punkte, egal wie sie zustande gekommen sind.

Sarganserland – Rheintal Gators 8:6 (2:1, 2:2, 4:3)
Riet Sargans. – 70 Zuschauer. – SR Balzer/Hirsiger.
Tore: 5. Kehl (M. Kalberer) 1:0. 7. Heini (Gmür) 2:0. 11. Kägi (Schiess) 2:1. 30. Walser 2:2. 33. Zimmermann (Vasella) 3:2. 33. Bischof 3:3. 40. Zimmermann (Keller) 4:3. 41. Langer (Schiess) 4:4. 41. Sonderegger 5:4. 42. Zwahlen (Zimmermann) 6:4. 50. Sonderegger (Si. Utzinger) 7:4. 50. A. Kägi (Schiess) 7:5. 56. Si. Utzinger 8:5. 58. Aerni 8:6.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Sarganserland. 2mal 2 Minuten und 1mal 10 Minuten (Seitz) gegen Rheintal Gators.

Sarganserland: Malnati (ab 30. Sa. Utzinger); Marthy, Keller; Lang, Kehl; Hidber (30. J. Kalberer), Vetsch; Zwahlen, Zimmermann, Vasella; Sonderegger, Si. Utzinger, M. Kalberer; A. Kalberer, Gmür, Heini; Anrig, Ackermann, Lonsky, Schwendener.