Endlich belohnt

Die U21-Junioren haben nach einer langen Durststrecke endlich wieder einen Erfolg feiern dürfen. Der 9:8-Sieg in der Verlängerung gegen Frauenfeld war beinahe hollywoodreif.

Gut möglich, dass letzten Sonntagabend in Frauenfeld ein kleines Erdbeben zu spüren war. Jedenfalls fielen Spielern und Trainer der U21-Equipe des UHC Sarganserland Felsbrocken der Erleichterung von den Schultern. Nach fünf meist knappen Niederlagen, durften sie bei Spielende endlich wieder einmal jubeln. Sprich eigentlich gleich zweimal. Erst traf Noah G. 32 Sekunden vor der Sirene – bei sechs gegen vier Feldspielern – zum 8:8 ins Netz, dann sorgte Gino V. in der zweiten Minute der Verlängerung für den zweiten emotionalen Höhepunkt mit dem Siegtreffer zum 9:8. «Für solche Spiele liebe ich diesen Sport», fasste es Stürmer Silly U. passend zusammen.

Doch der Reihe nach: Wieder einmal mit einem Rumpfteam war die U21 unterwegs. Immerhin wurde die Reise in den Thurgau durch den Brunnercar versüsst. Im ersten Drittel spielten die Sarganserländer gegen ein verunsichertes Frauenfeld – in der Vorwoche verloren die Red Lions mit 1:16 gegen Herisau – ganz passabel auf und gingen zwischenzeitlich auch 3:1 in Führung. Diese hätte, bei konsequenter Chancenauswertung, auch höher ausfallen können.

Im zweiten Drittel liessen die Gäste dann aber stark nach – bis auf 6:4 zogen die «Roten Löwen» davon. Es hätte auch mehr sein können. So «kachelte» es gehörig in der Kabine. Doch die Ansprache schien zu helfen: Im Schlussabschnitt zeigten die Sarganserländer trotz eines frühen siebten Gegentreffers wieder viel mehr Biss und Einsatz. Tor um Tor wurde aufgeholt, die Krönung war das 7:7 durch Silly U. in Unterzahl (46.). Vor lauter Freude verliess aber Gianni S. die Strafbank, um auch mitjubeln zu können. Zu Recht sprachen die souveränen Schiedsrichter eine weitere kleine Bankstrafe für ihn aus. In dieser schossen die Thurgauer dann das 8:7 (47.).

Diesen knappen Vorsprung wollten sie scheinbar über die Zeit retten, anders kann das passive Spiel Frauenfelds nicht erklärt werden. Die Gäste verpassten es aber mehrmals, den Ausgleich zu erzielen. So brauchte es eine Strafe gegen Frauenfeld, damit die Sarganserländer doch noch zum Unentschieden kamen. Der Rest ist Geschichte, auch dank Goalie Jonas Malnati, welcher nervenstark eine Sekunde vor der Sirene noch einen «Löwen-Hammer» sicher entschärfte. In der Verlängerung war aber auch die «Vättner Staumauer» geschlagen, doch Kollege Torpfosten bewahrte den UHCS vor einer weiteren Niederlage. An diesem Abend lachte endlich das Glück wieder für die Sarganserländer.

 

UH Red Lions Frauenfeld – UHC Sarganserland 8:9 n.V. (2:3, 4:1, 2:4, 0:1)

Kantihalle Frauenfeld. – 40 Zuschauer. – SR Lüthi/Wiedmer. Tore: 5. N. Wermuth (M. Bernhardsgrütter) 1:0. 5. M. Zimmermann 1:1. 8. J. Rutz (Si. Utzinger) 1:2. 13. N. Good (M. Zimmermann) 1:3. 16. A. Jensen (R. Meierhans) 2:3. 21. A. Jensen (F. Brühwiler) 3:3. 31. N. Wermuth (F. Brühwiler) 4:3. 35. L. Bötschi 5:3. 36. A. Kalberer (G. Sonderegger) 5:4. 40. F. Brühwiler 6:4. 42. M. Bernhardsgrütter (N. Wermuth) 7:4. 43. G. Vasella (J. Lang) 7:5. 43. J. Rutz 7:6. 46. Si. Utzinger (J. Rutz) 7:7. 47. F.Brühwiler (A. Jensen) 8:7. 60. N. Good (M. Zimmermann) 8:8. 63. G. Vasella (M. Zimmermann) 8:9. Strafen: je 3-mal 2 Minuten.

UHCS: Malnati (Sa. Utzinger); Vogt, A. Kalberer; Good, Lang; Si. Utzinger, Sonderegger, Rutz; Zimmermann, Ackermann, Vasella; Anrig, Landolt.

Bemerkungen: UHCS ohne J. Kalberer, Kehl, Lemm, Peruzzo, Struger.