noah-andrin

Ein Konzept macht Schule

Noah Ackermann und Andrin Möckli an der Sportschule.

Mit Noah Ackermann und Andrin Möckli besuchen zwei Junioren des UHC Sarganserland die “Gators Sportschule Rheintal”. Ruth Gubser wollte wissen, wie es den beiden gefällt und traf sie zu Hause zum Interview.

Die “Gators Sportschule Rheintal” ist Bestandteil des Nachwuchskonzeptes der Rheintal Gators. Das Training und der Unterricht an der Sportoberstufe Mittelrheintal (OMR) sind perfekt aufeinander abgestimmt und bieten den Nachwuchstalenten ideale Ausbildungs- und Trainingsmöglichkeiten.

Die Junioren besuchen bis 15.00 Uhr den Schulunterricht in Heerbrugg. Ab 15 Uhr sind sie vom Unterricht befreit um ab 15:30 Uhr an den Sporttrainings teilzunehmen. Die Trainings sind spezifisch auf Unihockey ausgerichtet und bieten eine optimale Förderung.

Noah und Andrin. Wie seid ihr auf die Idee gekommen, die “Gators Sportschule Rheintal” zu besuchen?

Wir spielen schon länger in der U13-Auswahl und trainieren regelmässig in Widnau. Um in einer Auswahlmannschaft trainieren zu können, müssen wir jährlich einen Leistungstest bestehen. Diese Leistungstests werden vom Unihockeyverband St. Gallen Glarus Appenzell  (UVSGA) durchgeführt. Die selektionierten Junioren erhalten eine Talent Card von Swiss Olympic. Diese Talent Card ist die Voraussetzung, um an einer Sportschule angenommen zu werden.

Als wir letztes Jahr den Leistungstest absolvierten, erhielten wir beide die regionale «Talent Card». Anschliessend kam Markus Hutter, der Sportchef der Rheintal Gators auf uns zu und motivierte uns, die Sportschule zu besuchen. So kam alles ins Rollen.

Was bedeutet das genau?

Damit wir die Sportschule besuchen können, musste einige Dinge geklärt werden. Unsere Eltern besuchten verschiedene Elternabende und Informationsanlässe. Zudem mussten wir bei der Schulgemeinde Mels den Übertritt an die OMR beantragen.

Wie sieht euer Alltag aus?

Am Morgen fahren wir mit dem Zug nach Heerbrugg. Über den Mittag haben wir die Möglichkeit in der Kantine der Kantonsschule zu essen. Gelegentlich werden wir auch von Schulkollegen eingeladen.
Nach der Schule gehen wir direkt ins Training. Es dauert bis 17.30 Uhr. Anschliessend fahren wir mit dem Zug nach Hause.
Die Hausaufgaben erledigen wir in der Mittagspause oder im Zug. Wenn wir zu Hause sind, müssen wir meistens nichts mehr für die Schule machen. Seit wir in der “Gators Sportschule Rheintal” sind, ist unser Alltag viel entspannter.

Ihr seid ja die ersten “Auswärtigen”, welche die Unihockey “Gators Sportschule Rheintal” besucht. Wie wurdet ihr aufgenommen?

Wir wurden sehr gut aufgenommen.
Die meiste Mitschüler kannten wir vom Auswahltraining in der U13. Die anderen lernten wir schnell kennen. Wir fühlen uns an der OMR sehr wohl.

noah-andrin

Besucht ihr auch noch das Training des UHC Sarganserland?

Ja klar! Wir spielen in der U16 und trainieren mit der Mannschaft.

Wie oft trainiert ihr pro Woche?

Wir trainieren täglich. Für die Sportschule führen wir ein Tagebuch. Darin müssen wir die Trainings und die übrigen Aktivitäten sowie Gewicht, Puls und Schlaf eintragen.

Wie weit seid ihr mit der Berufswahl? Welchen Stellenwert hat die Berufswahl in der Sportschule?

Wir befassen uns wie alle jungen Menschen in unserem Alter mit der Berufswahl. Die Sportschule legt grossen Wert auf eine gute Ausbildung. Stimmen die schulischen Leistungen nicht, sprechen uns die Lehrpersonen sofort auf die ungenügenden Leistungen an.

Und wohin soll der Weg im Unihockey gehen?

Das wissen wir noch nicht so genau. Aber unser Ziel ist sicher, einmal in der Nationalmannschaft zu spielen.

Habt ihr noch Zeit für andere Freizeitbeschäftigungen?

Momentan ist es schwierig. Wir trainieren jeden Tag und an den Wochenenden sind wir in der Regel an Turnieren. Entweder mit dem UHC Sarganserland oder mit einer Auswahl-Mannschaft.

Wie wichtig ist das private Umfeld für diesen Weg?

Ohne die Unterstützung unserer Eltern, würde es nicht gehen. Sie fahren, organisieren und nehmen uns viel ab. Auch die “Gators Sportschule Rheintal” legt grossen Wert auf das private Umfeld. Es zählen nicht nur die Noten.

Zur News-Übersicht