Auf dem Boden der Realität

Der UHC Sarganserland hat es verpasst, einen weiteren Schritt Richtung NLB-Play-offs zu machen: Nach zwei weiteren Niederlagen – 6:8 gegen Thurgau und 4:8 gegen Grünenmatt – fällt der UHCS auf Rang 7 zurück.

von Reto Voneschen («Sarganserländer»)

Es gab schon erfreulichere Sonntagabende für das Fanionteam des UHC Sarganserland. Die Bilanz nach der letzten NLB-Doppelrunde war ernüchternd – erst setzte es ein 6:8 gegen Leader Thurgau ab, dann folgte im Heimspiel in Bad Ragaz ein 4:8 gegen Tabellennachbar Grünenmatt. Auf Rang 7 ist der UHCS nun abgerutscht und da die Konkurrenz unter dem Play-off-strich punktete, ist der schöne Vorsprung auf den Strich sieben Runden vor Schluss der Qualifikation auf fünf Zähler geschmolzen. Allerdings sind die Abstände klein: Auf das neu drittplatzierte Grünenmatt beträgt der Rückstand nur drei Punkte.

Nach dem zwischenzeitlichen Hoch mit vier Siegen in Folge sind die Sarganserländer nun mit drei Niederlagen ensuite wieder auf dem harten Boden der Realität gelandet. Dass es in Weinfelden gegen den Tabellenführer schwer werden würde, war schon im Vornherein klar. Nach der überraschenden Niederlage im Hinspiel waren die Thurgauer doppelt motiviert gegen den UHCS. Dieser zog allerdings im ersten Drittel sein Spiel gekonnt durch und ging durch Konter mit 3:1 in Führung. Im Mitteldrittel ging allerdings für fünf Minuten die Ordnung verloren, was die beste Offensive der Liga gleich zu vier Toren nutzte. Im Schlussdrittel musste zwischenzeitlich eine Packung befürchtet werden. Nach dem 7:3 schaltete Thurgau aber einen Gang zurück. Mit zwei späten Toren betrieb der UHCS noch Resultatkosmetik. So das das 6:8 gar nicht so schlecht aus, «Thurgau war aber einfach das bessere Team und hat verdient gewonnen», anerkannte UHCS-Sportchef Samuel Pfiffner neidlos.

Eiskalt ausgekontert

Mehr ärgerte die Verantwortlichen das 4:8 gegen Grünenmatt. Wie im Hinspiel (4:9) liess sich der UHCS von den Emmentalern gnadenlos auskontern. Nach 25 Minuten hiess es bereits 5:1 für Grünenmatt. Dieser Rückstand war in der Folge eine zu grosse Hypothek, auch für die «Aufholspezialisten» aus dem Sarganserland. Wie in der Vorwoche Fribourg wusste auch Grünenmatt – vor allem die Gebrüder Ruch, welche fünf Tore schossen – fast auf jeden UHCS-Treffer eine passende Antwort.

«Es geht um jeden Punkt»

Bis zum 18. Dezember wird die NLB-Meisterschaft wegen der am Wochenende beginnenden Weltmeisterschaft in Helsinki (Fi) unterbrochen. «Die Pause kommt zum richtigen Zeitpunkt», sagt Sportchef Pfiffner. Bei der letzten Doppelrunde des Jahres müssen Punkte her, damit in Ruhe Weihnachten gefeiert werden kann. «Es geht um jeden Punkt», befürchtet Pfiffner im Hinblick auf die Play-offs. Vor allem im Defensivverhalten müssen die Sarganserländer über die Bücher – 25 Gegentreffer in den letzten drei Partien sind schlicht zu viel für einen Play-off-Aspiranten.

 

Floorball Thurgau – UHC Sarganserland 8:6 (1:3, 4:0, 3:3)
Paul Reinhart Halle, Weinfelden. 181 Zuschauer. SR Gasser/Por.
Tore: 4. C. Stucki (M. Pini) 0:1. 4. L. Compagnoni 0:2. 7. S. Schadegg (N. Graf) 1:2. 20. G. Meiler (L. Compagnoni) 1:3. 32. R. Sager (S. Huber) 2:3. 33. I. Lankinen (N. Siegfried) 3:3. 34. R. Sager (T. Haudanlampi) 4:3. 37. T. Haudanlampi (J. Königshofer) 5:3. 41. J. Föhr (Y. Fitzi) 6:3. 44. N. Juhola (N. Graf) 7:3. 47. G. Meiler (M. Pini) 7:4. 52. J. Königshofer (M. Marthaler) 8:4. 60. C. Marugg (C. Stucki) 8:5. 60. C. Marugg (C. Stucki) 8:6.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Floorball Thurgau. 2mal 2 Minuten gegen UHC Sarganserland.

 

(Telegramm UHC Sarganserland – UHC Grünenmatt fehlt)