Friday, January 13, 2012 | Mit dem Messer am Hals
Das Zittern geht weiter: Für den UHC Sarganserland ist in der Unihockey NLB zwischen Rang 4 und 9 weiterhin alles möglich. Morgen beginnt der Schlussspurt der Qualifikation mit dem Heimspiel in Grabs gegen Ticino.
(rvo) - «The Razors Edge» (Auf Messers Schneide), hiess einst ein legendäres AC/DC-Album. Die Spieler des UHC Sarganserland wären gut beraten, in ihrem CD-Archiv nach der Scheibe zu suchen. Derzeit steht die Play-off-Qualifikation nämlich auch arg auf Messers Schneide. Nach der Niederlage letzten Sonntag gegen Zürisee rutschte der UHCS wieder unter den Play-off-Strich (7. mit 19 Punkten), aber «nur» weil weniger Tore geschossen wurden als am Zürisee. Dafür bleiben die Abstände rund um die Play-off-Ränge eng. Zwischen March-Höfe (5. mit 21 Punkten) und Ticino (8. mit 18 Punkten) liegen gerade mal drei Zähler. Auch zwischen Jona-Uznach (5. mit 23 Punkten) und dem Vorletzten Langenthal-Aarwangen liegen nur sieben Punkte.
Drei Heimspiele in Serie
Definitiv durch sind drei Spieltage vor Ablauf der Qualifikation nur die drei erstrangierten Thun, Olten Zofingen und Eggiwil. In die Play-outs (Abstiegsrunde) muss Schlusslicht Lok Reinach. Dazwischen ist noch alles möglich. Auch für den UHCS. Dieser hat einen grossen Vorteil in den «Schicksalsspielen»: Er kann alle drei zuhause austragen. Dies, weil Langenthal-Aarwangen die Sarganserländer im letzten Jahr um einen Tausch des Heimrechts anfragte, da in Langenthal die Halle beim vermeintlichen Heimspiel doppelt belegt war. Das Restprogramm versprich viel Spannung für den UHCS: Zuerst kommt morgen Samstag (Anpfiff 18 Uhr) Tabellennachbar Ticino nach Grabs, eine Woche später March-Höfe nach Sevelen, ehe am 21. Februar die letzte Runde gegen Langenthal-Aarwangen in Bad Ragaz ausgetragen wird.
Offene Rechnung mit Ticino
«Verlieren verboten», heisst ab sofort die Devise beim UHC Sarganserland. Mit Ticino kommt aber ein unangenehmer Gegner nach Grabs. Über Weihnachten verstärkten sich die Tessiner mit zwei jungen Schweden aus dem Nachwuchs von Meister Storvreta Uppsala. Damit hat Ticino nun drei Ausländer im Kader. Mit 9:6 gewannen die Tessiner dann auch prompt das letzte Spiel gegen March-Höfe. Der UHCS hat mit Ticino aber noch eine Rechnung offen. Die peinliche 3:10-Hinspiel-Niederlage ist nicht vergessen. Eiskalt wurden die Sarganserländer damals ausgekontert. Und um zurück zu AC/DC zu kommen. «Mir wurde gesagt, dass der UHCS dann am besten spielt, wenn er das Messer am Hals hat», erzählt Coach Patrik Davidsson. Nun können die Spieler auch zeigen, dass sie bereit für den Play-off-Kampf sind. «Are You Ready?» (Seid ihr bereit?) lautet ein Titel des erwähnten Albums.
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