Saturday, December 03, 2011 | 34 Sekunden fehlten
Beinahe hätte der UHC Sarganserland die nächste Überraschung geschafft. Gegen Eggiwil verliert der UHCS am Samstag auswärts nach Penaltyschiessen mit 3:4. Die Berner glichen erst in der 60. Minute aus.
(rvo) - Es war zum Haare raufen. Der UHC Sarganserland zeigte am Samstagabend die beste Leistung jemals in Zollbrück, konnte aber doch nur mit einem Punkt nach Hause reisen. Bis in die letzte Minute führten die Sarganserländer nach einer taktisch klugen Leistung mit 3:2, ehe Ivan Brechbühl in zweifacher Überzahl – Eggiwil hatte bei einer Strafe gegen Mark Fretz auch noch den Torhüter durch einen sechsten Feldspieler ersetzt – 34 Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit den 3:3-Ausgleich schoss. Besonders bitter: UHCS-Routinier Martin Sauter humpelte nach einem Rencontre verletzt zur Auswechselbank, so konnte Brechbühl ungehindert abziehen. Nach der torlosen Verlängerung hatten die Berner im Penaltyschiessen die besseren Nerven.
Intensiv, aber torarm
Nur ein Punkt war ein schlechter Lohn für eine gute Leistung. In einer spannenden und intensiven Partie eröffnete Sauter nach einem Bilderbuch-Konter erst in der 32. Minute das Skore. Zuvor hatten sich die beiden Teams meist neutralisiert, was aber den Unterhaltungswert für die 154 Zuschauer nicht minderte. Den Eggiwiler Ausgleich (48.) beantwortete Raphael Britt drei Minuten später mit dem 1:2 in Überzahl. Der Sarganserländer Captain kam nach einem schlecht ausgeführten Berner Wechsel alleinstehend zum Abschluss (51.). Drei Minuten später kams noch besser, Mario Gamma erhöhte mit seinem sechsten Saisontreffer auf 1:3 (54.). Das Unheil begann, als Christian Reber in der 56. Minute auf 2:3 verkürzte. Der Rest ist Geschichte.
«Gewannen die Zweikämpfe»
«Dumm gelaufen», war der erste Kommentar von UHCS-Trainer Simon Gugelmann. Wieder einmal hatten die Sarganserländer sicher geglaubte Punkte liegen gelassen. Trotzdem fand Gugelmann auch Positives. «Wir gewannen während dem ganzen Spiel die Zweikämpfe», freute er sich. Gegen die physisch starken Eggiwiler durchaus eine erfreuliche Tatsache. Trotzdem ist der Blick auf die Tabelle immer noch ein vorsichtiger. Statt der möglichen sechs Punkte beträgt der Vorsprung auf den Strich nur vier Zähler. In zwei Wochen – wegen der Frauen-Weltmeisterschaft wird die Meisterschaft nächstes Wochenende unterbrochen – steht dem UHCS mit Co-Leader Olten die nächste happige Aufgabe bevor.
UHT Eggiwil - UHC Sarganserland 4:3 n.P. (0:0, 0:1, 3:2, 0:0)
BOE Zollbrück. - 154 Zuschauer. - SR Scherrer/Steiger.
Tore: 32. Sauter (Emanuel Furger) 0:1. 48. Antener (Zürcher) 1:1. 51. Britt (Bozatzis/Ausschluss Bigler) 1:2. 54. Gamma 1:3. 56. Christian Reber (Martin Reber) 2:3. 60. Ivan Brechbühl (Martin Reber/Ausschluss Fretz) 3:3 (Eggiwil mit sechs Feldspielern).
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Eggiwil. 2mal 2 Minuten gegen Sarganserland.
Sarganserland: Vetsch (Arambasic); Britt, Samuel Altherr; Sturzenegger, Roider; Bozatzis, Fretz; Sauter, Grass, Emanuel Furger (41. Remo Furger); De Coi, Adrian Altherr, Stucki; Gamma, Giger, Pfiffner.
Bemerkungen: Sarganserland ohne Thurneysen (verletzt), Kohler (abwesend).
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