Friday, November 25, 2011 | Nordische Gäste beim UHCS
Den UHC Sarganserland haben diese Woche vier schwedische Unihockeyspieler beehrt. Ein Schulprojekt und die Neugier aufs Schweizer Unihockey liess die vier jungen Schweden zum UHCS-Coach Patrik Davidsson kommen.
(rvo) - «Det talas på svenska» - es wurde schwedisch gesprochen diese Woche im Training des UHC Sarganserland. Nein, die grosse Importwelle aus dem Norden ist nach den durchzogenen Resultaten in dieser Saison beim NLB-Unihockeyverein nicht ausgebrochen. Vier junge Spieler aus dem Mutterland des Unihockeys, respektive Innebandy wie der Sport in Schweden heisst, waren diese Woche zu Gast im Sarganserland. Simon Palmén, Markus Lindgjerdet, Hamus Westholm und Linus Westholm kamen auf Einladung des schwedischen UHCS-Trainers Patrik Davidsson. Der Grund für den Besuch war ein Schulprojekt. «Wir wollten die Unterschiede in wirtschaftlichen und organisatorischen Belangen zwischen Unihockeyvereinen in Schweden und der Schweiz zu untersuchen», erzählt Palmén über den Hintergrund des Besuches. Alle vier besuchen in Örebro - rund eine Stunde südlich von Stockholm gelegen - ein Sportgymnasium mit dem Schwerpunktfach Unihockey.
Die UHCS-Akteure gefordert
Neben den Verantwortlichen des UHCS wurden dazu auch diverse andere Unihockey-Vereine befragt. Selbstverständlich kam auch der Sport nicht zu kurz. «Wir haben am Wochenende ein Spiel und mussten unseren Trainern in Schweden versprechen, dass wir fit bleiben», so Linus Westholm lachend. In den Trainings der NLB-Mannschaft des UHCS gab das schwedische Kleeblatt ein Müsterchen seines Könnens ab. Teilweise spielten sie die Sarganserländer Akteure schwindlig. UHCS-Center Jim Giger kam in den Genuss mit den vier Schweden im Block zu spielen. «Eine ganz neue Erfahrung», sagte Giger schmunzelnd. Besonders Stürmer Palmén stach ins Auge. Im September wurde er für die U19-Nationalmannschaft Schwedens berufen.
«Physisch anspruchsvoller»
«Das Spiel hier ist physisch viel anspruchsvoller als in Schweden, alle laufen viel mehr als bei uns», zeigten sich die vier Schweden überrascht von der Spielweise der Sarganserländer. Besser gefiel ihnen das Meisterschaftsspiel zwischen den Zürcher Grasshoppers und Chur am Mittwochabend. «Da war mehr Taktik dahinter», sagten sie fachmännisch. Nach der Partie konnten sie sich auch mit Magnus Svensson, dem schwedischen Trainer der Grasshoppers austauschen. Mit dem Bündner Teambus fuhren sie nach Zürich - Churs Assistenztrainer Fabian Arvidsson kommt ebenfalls aus Örebro. Besonders amüsant fanden sie das Verhalten der Ersatzspieler in der Schweiz. «Wir haben es noch nie gesehen, dass Spieler auf der Bank klatschen und ihre Mitspieler anfeuern», so alle vier unisono. In der Schweiz ein alltäglicher Vorgang.
Rückkehr erhofft
Heute Freitag ging der kurze Schwedentrip zu Ende. Neben dem Sarganserland sahen die vier jungen Schweden auch Arosa und das Tessin, wo sie in Tenero die ehemalige Wirkungsstätte von Patrik Davidsson anschauen gingen. Gerne würden sie den Trip wiederholen. «Wir sind derzeit mit unserer Schule daran einen Schüleraustausch abzuklären», erzählt Hamus Westholm. Gut möglich also, dass es nicht der letzte Ausflug in die (Unihockey-)Schweiz war.
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