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Friday, November 11, 2011 | Neuanfang in Langenthal



Mit zwei Niederlagen hatten sich die Sarganserländer Unihockeyaner in die Nati-Pause verabschiedet. Nun will der UHCS am Samstag auswärts gegen Langenthal-Aarwangen zum Siegen zurückkehren.

Es war der Wurm drin in den letzten Spielen des UHC Sarganserland. Zwei Punkte aus drei Meisterschaftspartien, dazu noch das vermeidbare Ausscheiden im Viertelfinale des Schweizer Cups – nein, so hatten sich die Sarganserländer das Ganze nicht vorgestellt. Verunsichert, übermotiviert, fehleranfällig, glücklos, so könnten die vier Partien am besten umschrieben werden. Immerhin: Der Wille wäre da gewesen, in allen Partien war der UHCS die aktivere Mannschaft, musste aber nach haarsträubenden Fehlern immer wieder Rückständen nachrennen. Die Quittung folgte auf dem Fuss: Mittlerweile liegen die Sarganserländer auf 7. Rang und somit unter dem Play-off-Strich.

Höherer Rhythmus
Der Meisterschaftsunterbruch der internationalen Spiele wegen, kam gerade zum richtigen Zeitpunkt. «Endlich können wir wieder mit dem kompletten Kader trainieren», ist der schwedische Trainer Patrik Davidsson erleichtert. Ein Grund für die nicht immer überzeugenden Leistungen lag vor allem darin, dass immer wieder Spieler aus diversen Gründen (Ferien, Militär, Verletzungen) fehlten. «Der Rhythmus in den Trainings ist nun einiges höher als zuvor», atmet Davidsson hörbar auf. In der letzten Saison backte der Schwede nach jedem Sieg einen Kuchen für die Mannschaft. In dieser Spielzeit musste er erst dreimal zum Rahmbläser greifen. Auch wenn er gerade kürzlich einen neuen Job als Bäcker angetreten hat, würde Davidsson seine Spieler gerne mit Leckereien verwöhnen. «Ich habe schon neue Rezepte ausprobiert», hält er eine spezielle Motivationsspritze bereit.

ULA schwach gestartet
In der nächsten Partie sind die UHCS-Akteure mächtig gefordert. Langenthal-Aarwangen ging zwar als Meisterfavorit ins NLB-Rennen, verlor aber von den ersten sechs Partien gleich deren fünf. Mit zwei Siegen in den letzten beiden Spielen gegen die Aufsteiger Zürisee und Ticino holten sich die Berner Selbstvertrauen und überholten den UHCS um einen Rang. Nach der enttäuschenden Vorsaison sollten der tschechische Nationaltrainer Tomas Trnavsky (von Grünenmatt, NLA), die Finnen Matti Keltanen (von NLA-Aufsteiger Zug), Antti Kaupinnen (von Turku, Fi) und die beiden Tschechen Marek Lebl und Radomir Malecek (von Fribourg, 1. Liga), sowie ex-Wiler-Star Roger Gerber den Erfolg zurück nach Langenthal bringen. Bislang hat sich die hochdotierte Multi-Kulti-Truppe aber (noch?) sehr schwer getan. Am Samstag werden die Weichen für den weiteren Saisonverlauf gestellt.

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