Friday, May 27, 2011 | Grundstein der neuen RSA gelegt
Ab sofort wird bei der neuen Vierfachturnhalle der RSA in Sargans in die Höhe gebaut. Gestern wurde der Grundstein für das 20-Mio.-Projekt in den Boden gelegt.
(SL) - Der Chef des kantonalen Baudepartements, Willi Haag, liess als temporärer Kranführer per Fernbedienung den schweren Stein langsam in die Grube auf dem Baugrund der neuen Vierfachturnhalle der Regionalen Sportanlagen (RSA) in Sargans gleiten. Regierungsratskollege Stefan Kölliker und der Sarganser Gemeindepräsidenten fixierten die schweren Stahlketten, damit der Stein auch ja nicht schief zu liegen kommt - nun ist der Weg frei für den Hochbau.
Vor zahlreichen Vertretern aus kantonalen und kommunalen Behörden sowie Schulpersonen - angeführt von Kantonsschul-Rektor Stephan Wurster sowie Franz Anrig, Rektor des Berufs- und Weiterbildungszentrums Sarganserland (BZSL) - hatten die beiden Regierungsräte zuvor die Bedeutung dieses Neubaus hervorgehoben. In erster Linie wird die Vierfachturnhalle, welche die abgebrochene RSA-Dreifachturnhalle ersetzen wird, nach den Sommerferien 2012 den beiden kantonalen Schulen für den Turnunterricht dienen. Nutzniesser werden aber auch die Vereine sein, so hat sich die Gemeinde Sargans mit knapp vier Millionen Franken am Projekt beteiligt.
Der FC RSA
Für Schmunzeln sorgte, dass sich sowohl Bildungs- und Sportminister Stephan Kölliker wie auch Regierungspräsident Willi Haag in ihren Ansprachen mit Bildern aus der Welt des Fussballs bedienten - dies einen Tag nach dem Abstieg des FC St. Gallen aus der höchsten Schweizer Fussballliga. «Im Rahmen der Projektentwicklung hat auch unser FC RSA angemerkt, dass nichts über einen gepflegten Spielaufbau geht», sprach Kölliker die Tatsache an, dass die Interessen von Kanton und Gemeinde nicht immer deckungsgleich waren - doch die ordnende Hand des Trainers habe jeweils alle Mitspieler wieder auf Kurs gebracht.
Anpfiff ohne Mannschaft
Willi Haag seinerseits bemerkte, dass in diesem speziellen Fall der Anpfiff zum Spiel erfolgt sei, bevor die Mannschaft überhaupt richtig aufgestellt war. Tatsächlich hatte der Kantonsrat den Beschluss für eine Vierfachturnhalle gefällt, bevor überhaupt ein konkretes Projekt vorlag. Damit konnte noch rechtzeitig eine Subvention des Bundes gesichert werden. Die Folge war allerdings, dass der vom Kantonsrat vorgegebene Kostenrahmen keinesfalls überschritten werden durfte und deshalb auch Abstriche gemacht werden mussten.
Das Kostendach sei denn auch knapp bemessen gewesen, hielt Gemeindepräsident Zoller fest, «die Sparrunden haben Zeit und Nerven gekostet». Doch dank Kompromissbereitschaft habe das Ziel erreicht werden können, sah auch er gestern voller Optimismus einem guten Gelingen des Baus entgegen.
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