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Thursday, March 31, 2011 | Nach der Saison ist vor der Saison



Mit dem Qualifikationssieg in der Unihockey-NLB und dem Vorstoss in die Play-off-Halbfinals hat der UHC Sarganserland seine beste Saison in der Vereinsgeschichte hingelegt. Präsident Stefan Grünenfelder blickt zufrieden zurück und warnt vor der neuen Saison.

(rvo) - Eine spezielle Saison ging letzten Samstag für den UHC Sarganserland in Bad Ragaz zu Ende. Nach der 4:7-Niederlage im entscheidenden fünften Halbfinale gegen Eggiwil waren einige hängende Köpfe zu sehen. Zu gerne hätten die Sarganserländer Unihockeyaner dem A-Ligisten Lok Reinach in den Aufstiegsspielen auf den Zahn gefühlt. Doch Eggiwil war im entscheidenden Moment stärker und zog verdient eine Runde weiter.
Von offizieller Seite wurde das Halbfinale als Saisonziel deklariert, mannschaftsintern waren die Aufstiegsspiele das Ziel. So war die Enttäuschung auch verständlich. Noch in der Qualifikationsphase war die Leistung des UHCS schwankend. Zuhause Top, auswärts Flop - so lautete das Motto. Erst in der letzten Runde gegen Bern wurde der Qualifikationssieg sichergestellt.

Starkes Trainer-Duo
UHCS-Präsident Stefan Grünenfelder ist trotzdem zufrieden. „Es war die erfolgreichste Saison überhaupt und vor allem der Qualisieg hat mich sehr überrascht", so der Wangser. Mit dem bewährten Simon Gugelmann, welcher seit drei Jahren sehr gute Arbeit abliefert und dem neuen schwedischen Profitrainer Patrik Davidsson stand ein zur Hälfte neues Trainer-Tandem an der Bande. „Die beiden mussten sich erst finden, doch haben sie ausgezeichnet harmoniert", lobt Grünenfelder die beiden Coaches.
Davidsson brachte den erhofften frischen Wind in die Trainings, während sich Gugelmann vor allem auf die Vor- und Nachbereitung der Spiele, sowie das Coaching konzentrieren konnte. Und nicht zu vergessen: Ohne ausländische Spieler-Verstärkung – im Gegensatz zur Mehrheit der Konkurrenz - wurde der Qualisieg erreicht. Das mit vielen Vorschusslorbeeren und drei ausländischen Spielern – darunter einem Europacup-Sieger – angetretene Langenthal-Aarwangen rettete sich beispielsweise erst in der zweitletzten Play-out-Runde vor dem Abstieg.

„Begeisterung in Grabs erfreulich"
Ein Highlight war auch das Cup-Achtelfinale gegen den nachmaligen Cupsieger Grasshoppers Zürich im Oktober des vergangenen Jahres. „GC hat sich wie für ein NLA-Spiel vorbereitet, das zeigt auch den Respekt, der uns mittlerweile entgegen gebracht wird", so Stefan Grünenfelder.
Einen Vorgeschmack auf die nächste Saison bekamen die Akteure in den Play-off-Halbfinals zu spüren. In Grabs und Bad Ragaz und nicht mehr in der RSA Sargans trug der UHCS seine „Heimspiele" aus. „Das waren sicher nicht optimale Bedingungen für Play-off-Spiele, aber gerade die Begeisterung in Grabs war höchst erfreulich und motivierend", freute sich Grünenfelder über die gute Stimmung im Werdenberg beim ersten Halbfinalspiel.

NLB wird aufgestockt
Die Hallensituation wird die Sarganserländer auch nächste Saison schwer beschäftigen. Die neue RSA wird erst auf die übernächste Spielzeit bezugsbereit sein. Unter diesen Umständen hält er die Titelverteidigung der NLB-Qualifikation für eine hohe Vorgabe. „Es wird rein organisatorisch eine schwierige Saison werden", befürchtet Grünenfelder bereits jetzt. Mit 13 Teams und 28 Trainern hat der UHCS eine stattliche Grösse erreicht. „Es wird immer wieder zu Verschiebungen im Trainingsbetrieb kommen", sagt der Wangser.
Neu wird die NLB-Meisterschaft wieder mit zehn Teams gespielt, mit Olten und Zürisee steigen zwei starke 1.-Liga-Teams auf. Speziell wird auch der Modus. Die beiden Erstrangierten sind für die Halbfinal-Play-offs gesetzt, die Teams der Ränge 3 bis 6 tragen Viertelfinals aus und die restlichen vier Mannschaften Play-outs. Die unsinnige 8er-Liga mit 8er-Play-offs gehört glücklicherweise der Vergangenheit an.

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