Friday, March 25, 2011 | Die Finalissima kann kommen
Morgen Samstag werden sich der UHC Sarganserland und Eggiwil ein letztes Mal im NLB-Playoff-Halbfinal gegenüber stehen. Das fünfte und letzte Spiel muss entscheiden, wer die Auf-/Abstiegsspiele gegen Uster oder Reinach bestreiten darf.
(rvo) - Vier lange Spiele haben sich der UHC Sarganserland und Eggiwil mittlerweile bekämpft, doch einen Sieger hat die Halbfinal-Serie noch nicht gefunden. Der UHCS hat in der ersten Partie vorgelegt (3:2 nach Verlängerung), danach gewann Eggiwil die nächsten beiden Spiele (7:3, 5:2). Überraschend siegte Sarganserland dafür vergangenen Sonntag in der vierten Partie im Emmental mit 5:4 und glich die Serie damit auf 2:2 aus.
Aus der Best-Of-5-Serie wurde nun eine „Finalissima". Ab 20.30 Uhr wird sich in der Unterrainhalle in Bad Ragaz entscheiden, wer die Aufstiegsspiele gegen Reinach oder Uster antreten wird. Oder deshalb, weil – im Falle eine Sieges - NLB-Qualisieger Sarganserland auf das NLA-Schlusslicht Reinach treffen würde, Eggiwil dagegen als 7. der Qualifikation auf den NLA-Vorletzten Uster. Zug ist als erster NLB-Teilnehmer mit 3:1 Siegen im anderen Halbfinal gegen March-Höfe bereits für die Auf-/Abstiegsspiele qualifiziert.
„Unser Spiel durchziehen"
„Es war die erwartet enge Serie", sagt Trainer Patrik Davidsson wenig überrascht im Rückblick auf die bisherigen Spiele. Einzig mit der dritten Partie, dem letzten Heimspiel in Bad Ragaz, ist der Schwede nicht zufrieden. „Da haben wir einfach zu viele Chancen ausgelassen", ärgert sich Davidsson. Umso angetaner war er von der Vorstellung seiner Equipe vergangenen Sonntag. „Wir waren viel aktiver im Spiel und jeder glaubte daran, dass wir die Serie noch ausgleichen können", war Davidsson erfreut.
Nervös ist der 43-jährige vor dem Entscheidungsspiel nicht. Genauso wenig wie seine Akteure. „Wir müssen unser Spiel durchziehen und jederzeit an den Sieg glauben", nennt er zwei der wichtigsten Ziele für den nächsten Samstag. Wenig überraschend erwartet Davidsson auch für die fünfte Partie eine enge Sache und hofft vor allem auf grossen Zuschauerzuspruch in Bad Ragaz. „Wir müssen den Heimvorteil nutzen", sagt er deutlich. Erwartet werden auch viele Fans aus dem Emmental.
Offene Ausgangslage
Einen Favoriten auszumachen vor der „Finalissima" ist schwierig. Beide Teams waren Wundertüten, oft entschied die Tagesform über den Sieg. Vor allem die Leistung der Sarganserländer glich einer Achterbahn. Doch gerade der Erfolg in Spiel 4 lässt hoffen. Noch nie gewann der UHCS zuvor eine Auswärtspartie in Zollbrück. Zudem spielten die Sarganserländer erstaunlich abgebrüht und clever. Des öftern wurden die Lücken im Berner Abwehrverbund gefunden.
Wer solchem Druck gewachsen ist, der kann auch enge Serien für sich entscheiden. Dieser Meinung ist auch Trainer Patrik Davidsson. Entscheidend werde sein, wer das Spiel ohne Ball besser beherrsche, so Davidsson. „Wenn wir dort weitermachen, wo wir am Sonntag aufgehört haben, dann haben wir eine grosse Siegeschance", ist der schwedische Trainer überzeugt. Sein Resultat-Tip:. „Wir gewinnen 5:2 – den letzten Treffer erzielt Raphael Britt ins leere Tor…"
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