Saturday, March 19, 2011 | UHCS unter Zugzwang
Das dritte Playoff-Halbfinal-Spiel hat der UHC Sarganserland am Samstag gegen Eggiwil mit 2:5 verloren. Vor allem an einer ungenügenden Chancenauswertung scheiterten die Sarganserländer. Heute Sonntag muss der UHCS gewinnen, um ein Entscheidungsspiel zu erzwingen.
(rvo) „Schiesst endlich aufs Tor“, schrie UHCS-Torhüter Thomas Vetsch im Mitteldrittel verzweifelt seinen Vorderleuten zu. Doch diese wollten ihren Goalie nicht erhören. Beinahe im Minutentakt flogen die Sarganserländer Schüsse neben oder über das Berner Tor. Frei nach der alten Sportler-Weisheit „Wer die Tore nicht macht, bekommt sie“, bestraften die Emmentaler die Sarganserländer Tor-Impotenz. Kurz vor der zweiten Pause erzielte Mathias Bier das 2:1 für Eggiwil. Im Startabschnitt hatten Michael Kiener für Eggiwil (4.) und Mario Gamma für den UHCS (7.) getroffen.
Ungenaue Abschlüsse
Erneut Gamma liess im Schlussdrittel die UHCS-Anhänger unter den 150 Zuschauern jubeln. Mit seinem persönlichen zweiten Treffer verkürzte in der 45. Minute auf 2:3, nachdem Lukas Schlüchter zwei Minuten zuvor das 3:1 erzielt hatte. Zu mehr als Gammas Treffer reichte es den Sarganserländern aber auch im dritten Drittel nicht. Verzweifelt rannten sie auf das Tor von Michel Schwendimann an. Doch entweder hielt dieser die Schüsse oder jene landeten wieder wie so oft an der Hallenwand.
Entscheidung in Unterzahl
Mit einem Freistoss, bei welchem die Sarganserländer Hintermannschaft mehr als interessierte Zuschauer, denn als ernsthafte Widersacher eine schlechte Figur machte, entschied der Schwede Erik Wilderoth die Partie in Unterzahl vorzeitig zu Gunsten Eggiwils (54.). Stefan Biglers 5:2 ins leere UHCS-Tor war nur noch Zugabe. Auch in den Schlussminuten mit einem Mann mehr auf dem Spielfeld, trafen die Sarganserländer das Berner Tor nicht.
Nur ein Sieg hilft
2:1 führt Eggiwil nun und hat jetzt zwei Matchbälle für den Einzug in die Aufstiegsspiele. Die Ausgangslage ist klar: Nur ein Sieg hilft dem UHCS nur noch. Der Gang heute Sonntag nach Zollbrück wird also ein doppelt schwerer. Doch die Hoffnung lebt: Der letzte Sieg in einer Serie ist jeweils der schwierigste, zudem spielte die Sarganserländer Equipe in dieser Saison jedes Mal dann am besten, wenn sie am meisten unter Druck steht. Um 18 Uhr wird die vierte Partie angepfiffen.
Sarganserland – Eggiwil 2:5 (1:1, 0:1, 1:3)
Unterrain Bad Ragaz. - 150 Zuschauer. - SR Sutter/Werthmüller.
Tore: 4. Kiener (Wilderoth) 0:1. 7. Emanuel Furger (Disch) 1:1. 38. Bieri (Röthlisberger) 1:2. 43. Schlüchter (Brechbühl) 1:3. 45. Gamma (Giger) 2:3. 54. Wilderoth (Kiener/Ausschluss Berger!) 2:4. 60. Bigler (Berger) 2:5 (ins leere Tor).
Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen Sarganserland. 6-mal 2 Minuten gegen Eggiwil.
Sarganserland: Vetsch; Bozatzis, Sturzenegger; Britt, Samuel Altherr; Brunner, Disch; Gamma, Giger, Pfiffner (52. Good); De Coi, Sauter, Grass (41. Kohler); Emanuel Furger, Müller, Adrian Altherr.
Bemerkungen: Sarganserland ohne Camenisch, Scherrer (überzählig).
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