Friday, March 11, 2011 | Doppelte Premiere
Erstmals steht der UHC Sarganserland im NLB-Unihockey-Playoff-Halbfinal. In Grabs trifft der UHCS morgen im ersten Spiel der Best-Of-5-Serie auf Eggiwil. Center Christian Kohler ist bereit fürs Halbfinale.
(rvo) Vor einem Jahr stand der UHC Sarganserland zwar überraschend an der Pforte zur höchsten Spielklasse, doch geschah dies "nur" wegen der Erhöhung der Nationalliga A auf zwölf Mannschaften. Faktisch kam im Viertelfinale das Aus. Darum ist der diesjährige Vorstoss in die Halbfinals ein neuer Meilenstein in der UHCS-Geschichte. Etwas weiter entfernt als vor einem Jahr ist die NLA noch. Die Sieger der Halbfinals treten danach gegen die Verlierer des NLA-Playouts an. Überraschend liegt dort das nach der Qualifikation abgeschlagene Schlusslicht Reinach mit 2:1-Siegen gegen Waldkirch-St. Gallen (9.) in Führung. Winterthur (10.) fehlt dagegen nur noch ein Sieg gegen Uster (11.) zum vorzeitigen Klassenerhalt. Derzeit würde der UHCS also auf Uster treffen, da der NLB-Qualisieger gegen den tiefstklassierten NLA-Vertreter antreten müsste.
Heimspiel in Grabs
Der Konjunktiv ist angebracht. Die Gedanken der Sarganserländer Akteure sind nur auf die Halbfinalspiele gerichtet. Mit Eggiwil wartet ein unangenehmer Kontrahent auf den UHCS. Die Emmentaler führten in ihrem Viertelfinale mit 3:0-Siegen, ehe Thun mit zwei Erfolgen nochmals für Spannung sorgte. Im sechsten Spiel glich Eggiwil kurz vor Spielende aus und gewann in der Verlängerung. Zur Erinnerung: Der UHCS tat sich in den ersten drei Spielen sehr schwer gegen den Quali-Letzten Bern, setzte sich dann in den Partien 4 und 5 klar durch.
Gegen Eggiwil waren die Partien immer sehr ausgeglichen. Jeweils das Heimteam setzte sich in dieser Saison mit einem Tor durch. Im Emmental verlor der UHCS mit 4:5, in der RSA gewann er dafür 3:2. Speziell wird die morgige Partie auch wegen dem Austragungsort. Da die RSA in diesen Tagen abgebrochen wird, weicht der UHC Sarganserland nach Grabs aus. Seit Jahren stehen Grabser Spieler wie die Gebrüder Altherr, Jim Giger, Hans Sturzenegger oder Thomas Vetsch in Diensten des UHCS. Für diese wird die morgige Partie zu einem echten Heimspiel.
Aktive Parfanna-Gang
Für Kaderspieler Christian Kohler ist der Umzug nach Grabs kein Problem. "Als Junior habe ich dort oft gespielt und nie verloren", freut sich Center Kohler auf die Unterdorfhalle. Der Melser ist guter Dinge im Hinblick auf die Halbfinals. "Wenn wir dort weitermachen, wo wir gegen Bern aufgehört haben und uns noch etwas steigern können, dann werden wir gewinnen", ist der 24-jährige überzeugt. Generell erwartet Kohler aber eine ausgeglichene Serie. Er hofft, dass sich der Steigerungslauf in den Playoffs fortsetzt. "Der Start war ein wenig missglückt, doch die letzten beiden Spiele waren ganz okay", so Kohler, welcher als technisch beschlagener Center der dritten Formation in dieser Saison bereits sieben Tore erzielte.
Christian Kohler ist das, was man gemeinhin als Eigengewächse bezeichnet. In der Parfannastrasse in Mels begann seine Karriere, als er in jungen Jahren mit seinem älteren Bruder Stefan und den Nachbarsjungen wie Marco und Samuel Pfiffner und weiteren, jeden Tag Hockey spielten. Von der "Parfanna-Gang" spielt Samuel Pfiffner ebenfalls in der NLB-Equipe, während die älteren Brüder als Trainer, sowie als Spieler der zweiten Mannschaft noch beim UHC Sarganserland tätig sind. Diese kämpft in den nächsten Wochen um den Aufstieg in die 2. Liga.
Doppelspiel
Zurück zur NLB. Der Auftakt macht die morgige Partie um 18 Uhr in Grabs, danach folgt am Sonntag die Reise ins Emmental. Um 19.30 Uhr ist Anpfiff in Zollbrück. Das dritte Spiel findet am Samstag, 19. März dann in Bad Ragaz statt. Den zweiten Halbfinal bestreiten Zug und March-Höfe Altendorf. In der ersten NLB-Playout-Runde stehen sich Langenthal und Jona-Uznach, sowie Thun und Bern gegenüber.
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