Thursday, January 27, 2011 | Willkommen in den Playoffs
0:1 liegt der UHC Sarganserland in den Unihockey-Playoff-Viertelfinals der NLB gegen Bern im Rückstand. In Spiel 2 der Best-of-7-Serie ist der UHCS morgen in Köniz gefordert. "Wir müssen beweisen, dass es nur ein Ausrutscher war", sagt Stürmer Samuel Pfiffner.
"Playoff sind wie Cup", stand diese Woche auf der Website der Bern Capitals, wo in grossen Worten der "Sensationssieg" der Berner gefeiert und sich gleichzeitig über das Verhalten der Sarganserländer Spieler ("diskutierten lieber über den Sieg von Simon Ammann in der Drittelspause") lustig gemacht wurde. Zu feiern hatten die Berner tatsächlich etwas. Das 5:4 nach Verlängerung war erst ihr dritter Sieg in dieser Saison.
Trotzdem trat in Spiel 1 genau das ein, was vermutet wurde: Die Berner Mannschaft ist nicht so schwach, wie es der letzte Tabellenrang vermuten lässt. Der Grossteil der Mannschaft lernte sein Handwerk in der Talentschmiede des A-Ligisten Floorball Köniz. Nach der schwachen Qualifikation raufte sich die Mannschaft aber zusammen, frei nach dem Motto "Wir haben keine Chance, also nutzen wir sie".
Kein Weltuntergang
Die Sarganserländer machten es den Bundesstädtern auch sehr einfach. Die beiden trügerischen Siege in der Qualifikation vernebelten wohl beim einen oder anderen etwas die Sinne. Nach der Partie war denn auch die Enttäuschung riesig - so hatte sich der UHCS den Start in die Playoffs nicht vorgestellt. "Wir sind zu passiv aufgetreten, Bern wollten den Sieg viel mehr als wir", machte sich Stürmer Samuel Pfiffner nichts vor.
Der junge Melser hatte schwer an der Niederlage zu kauen. "
Es dauert schon mindestens eine Nacht, in welcher mir das Spiel nicht aus dem Kopf geht", so Pfiffner. Bald richteten sich die Gedanken nach vorne. "Jetzt wissen alle, dass auch gegen den Letzten jeder sein Bestes geben muss", sieht Pfiffner zumindest etwas Positives. Bereits in der Kabine war der Tenor auch klar: Eine Startniederlage in einer Best-Of-7-Serie ist noch kein Weltuntergang.
Wiedersehen mit der Lerbermatt
Wenigstens der UHCS-Finanzchef dürfte sich ein klein wenig gefreut haben. Die Chancen, dass ein drittes Heimspiel in der RSA ausgetragen wird, sind markant gestiegen. Nur ein Sarganserländer Sieg ist dazu nötig. So kann (hoffentlich) gebührend von der RSA Abschied genommen werden. Und der nächste Sieg soll so rasch als möglich kommen. "Wir werden aggressiver auftreten und beweisen, dass die erste Partie nur ein Ausrutscher war", so Samuel Pfiffner.
Die zweite Partie (Anspiel 19 Uhr) wird übrigens nicht in der Heimhalle von Bern ausgetragen, sondern in der Lerbermatt in Köniz. Oder wie sie auch gerne genannt wird: Die Klebermatt. Mit dem speziellen Bodenbelag konnten die Sarganserländer vor gut vier Jahren Bekanntschaft machen. An das damalige Cup-Viertelfinale haben die damals schon dabei gewesenen UHCS-Akteure weniger gute Erinnerungen. Mit 7:19 ging die Cuppartie gegen den nachmaligen Cupsieger Floorball Köniz verloren.
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