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Monday, January 17, 2011 | Die Eins muss stehen



Die zweite Mannschaft bleibt nach dem 5:1 im Spitzenkampf gegen die Desertina Bulls Disentis/Mustér und dem 3:1 gegen Lenzerheide/Valbella nach der fünften 3. Liga-Meisterschaftsrunde vom Sonntag in Vaduz auf dem zweiten Rang. Soviel zu den Fakten. Der Rest, wie immer im nicht ganz ernst gemeinten Tagesbericht.

"Heute Auswurfverbot", raunte der Flumser Junior der Torwartlegende zu. Wars der Neid, der Missgunst des Eisenfusses? Oder einfach nur jugendlicher Übermut? Der Alte hatte eigentlich ganz andere Sorgen. "Wo sind meine Linsen?" schrie die Drama-Queen vor der Aufwärmrunde. Mit vereinten Kräften wurden die Ersatzaugen gefunden. "Hat wohl der Heustöffel versteckt", meckerte Biene Maya kleinlaut. Nicht alle Zwöier waren aber überzeugt, dass der Alte auch wirklich was sah. "Blocken bitte", bettelte er vor dem Spitzenkampf gegen die Disentiser Bullen. Kollektives Aufatmen, als er dann den ersten Schuss hielt. Flott gings weiter in der Vaduzer Eisbahn. Die grünen Jungspunde liefen zwar doppelt so viel wie die Rot-Schwarzen, doch diese liessen vor allem den Ball laufen - kostet drei Euro, war aber so. So stand es denn auch schon 3:0 zur Pause.

Nur der Heugümper verzichtete aufs Einlochen. In bester Emeghara-Manier schaufelte er ein Gastgeschenk nur neben den leeren Kasten. "Der Ball drehte sich", rechtfertigte sich der Hüfper. Jaja. Und der Samiklaus wohnt in Weisstannen. Doch die Führung war trügerisch. Bruder Schlendrian nahm auf der UHCS-Bank Platz, während die Bullen nochmals eine ordentliche Stampede veranstalteten. Zu mehr als einem Treffer reichte es nicht. Der Alte pflückte sich die rote Pille und schickte die Melser Neuverpflichtung auf die Reise. 4:1 - die Stiere trotteten enttäuscht zurück in den Stall. "Von wegen Auswurfverbot", murmelte die Legende, während der Junior immer blasser wurde. Nur einer hatte noch nicht genug. In bester Andy-Egli-Manier versuchte der eingewechselte Assi das Rote auf die Tribüne zu dreschen - die 300 Dezibel-Warnung "nach vorne" verfehlte ihre Wirkung aber nicht. "Vorne" wartete Juan Cocina in seinem Abschiedsspiel stark abseitsgefährdet. Das 5:1 liess er sich aber nicht wie die gefühlten 21 Grosschancen zuvor nehmen. Wieder Jubel, Sekt und wilde Sägen.

Mit "bring mir einen Spanier" wurde Don Juan verabschiedet und der Fast-Nationaltrainer floh ins Girls Camp. "Sommer, Sonne, Sonnenschein" hiess das Motto beim Rest der Truppe bis es gegen die Sportfreunde aus der Lenzerheide und Valbella ging. Zuerst ging aber wenig bis gar nichts. Rasch führten die Heiden 1:0, erst der Sonntagsspazierung des Prättigauners kurz vor der Pause brachte den Ausgleich. Es brauchte schon ein Rütteln am bischöflichen Felsen, das die Zwöier weckte. In Unterzahl legte die Ikone los wie einst Alberto Tomba als er noch bomba war. Auch die Peitschenhiebe konnten den Hitzkopf vor dem 2:1 nicht stoppen. Danach war aber hickihacki statt tikitaki angesagt. Erst ein Freistoss vom Ex-Liechtensteiner beruhigte zumindest die UHCS-Gemüter. Die ausgelehnte 1c hielt den Sieg danach sicher fest. Die vier Punkte waren im Trockenen. 

"Die Null muss stehen", floskelte Huub einst bei der Hertha. "Die Eins muss stehen", heisst die Erfolgsformel bei den Zweiern in dieser Saison. Genauer gesagt: 1 Gegentor = Sieg, 2 Gegentore = Niederlage. Nach 15 Gegentoren in zehn Spielen heisst das vor allem Platz 2, einzig die Schierser Wildkatzen sind noch einen Punkt voraus. In der letzten Runde kommts zum grossen Showdown zwischen den Partnern. Zuvor warten noch die Churer Jünglinge und unsere Grabscher Freunde. Das kann ja noch heiter werden.

Mitgestanden: Voneschen/Camenisch; Tschirky, Bischof; Stucky, Bless; Gantenbein, Kobler, Marco Pfiffner; Roger Ackermann, Gerber, Kocherhans; Fust, Kohler.

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