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Sunday, December 19, 2010 | Ohne Fleiss kein Preis



Es hat nicht sollen sein: Auch das samstägliche NLB-Auswärtsspiel gegen Zug United verliert der UHC Sarganserland. Diesmal 6:7 sieben Sekunden vor Schluss. Die Sarganserländer zeigten dabei eine klägliche Vorstellung.

(rvo) "Jo, is denn heut schon Weihnachten?", fragten sich die 150 Zuschauer am Samstagabend in der Dorfmatthalle in Rotkreuz. Die krisengeschüttelten Zuger - vier Pleiten in Serie - dominierten Leader Sarganserland in den ersten zehn Minuten nach Belieben. Schuss um Schuss kam auf das UHCS-Gehäuse, Torhüter Thomas Vetsch und der Handballtorjustierung der Zuger Stürmer war es zu verdanken, dass es nur 1:0 stand. Mit den ersten beiden Kontern zeigten die UHCS-Stürmer danach wie's geht. Innert 20 Sekunden kehrten Adrian Altherr und Adrian Brunner die Partie. Auf der Statistik stand zu diesem Zeitpunkt ein Schussverhältnis von 14:3 für Zug...

Drei Tore in fünf Minuten
Es sollten die vorletzten positen Meldungen aus dem Sarganserländer Lager bleiben. Lethargisch, überheblich und emotionslos liessen sie die Zuger Akteure gewähren. Nach der 4:2 Pausenführung hallten die Worte des zurecht erzürnten Trainers Simon Gugelmann bis auf den Parkplatz heraus. Die Kabinenpredigt verfehlte ihren Zweck nicht, hinzu kam, dass das Schiedsrichterduo nach 20 Minuten feststellte, dass der kanadische Nationalspieler Erik Ulli-Vanasse nicht auf dem Matchblatt stand. Die folgende fünfminütige Auszeit nutzten die Sarganserländer gleich mit drei Toren zur 5:4-Führung.
 
7  Sekunden fehlten
Doch wieder zog sich der Leader danach auf den Lehnstuhl zurück. Zwar war das Spielgeschehen etwas ausgeglichener, bis zur 47. Minute erhöhte Sandro Poletti wieder auf 6:5 für Zug. Mit einem energischen Vorstoss gelang Mario Gamma aber erneut der Ausgleich (52.). Als sich beide Partien schon auf die Verlängerung eingestellt hatten, versuchten die Sarganserländer überhastet 30 Sekunden vor der Sirene mit einem Freistoss die Entscheidung zu suchen. Zug fing den Ball aber ab und der letzte Konter fand sieben Sekunden vor Schluss noch den Weg ins Tor zum viel umjubelten 7:6.

Tiefes Tempo
Eines Leaders war die Leistung der Sarganserländer am Samstag nicht würdig. Zwar konnten sie aus diversen Gründen nur mit 13 Feldspielern antreten, doch tempomässig war der UHCS allerhöchstens auf 1. Liga-Niveau unterwegs. Vom Einsatz ganz zu schweigen. Mit dieser schwachen Vorstellung haben es die Sarganserländer verpasst aus eigener Kraft Weihnachten als NLB-Leader zu feiern. Nach dem 7:6-Sieg Altendorfs über Langenthal-Aar^wangen fiel der UHCS denn auch auf den 2. Rang zurück.


Zug - Sarganserland 7:6 (4:2, 1:3, 2:1)
Dorfmatt Rotkreuz. - 150 Zuschauer.- SR Sutter/Werthmüller.
Tore: 3. Oderbolz (Bumbacher) 1:0. 11. (10.13) Adrian Altherr (Pfiffner) 1:1. 11. (10.33) Adrian Brunner (Bozatzis) 1:2. 11. (10.41) Pulver 2:2. 14. Kozusnik 3:2. 16. Kozusnik (Ulli) 4:2. 22. (21.02) Sturzenegger (Samuel Altherr/Ausschluss Bützer) 4:3. 23. (22.35) Gamma (Samuel Altherr/Ausschluss Bützer) 4:4. 24. (23.06) Sauter (Ausschluss Bützer) 4:5. 31. Poletti (Kozusnik) 5:5. 47. Poletti (Bumbacher) 6:5. 52. Gamma (Giger) 6:6. 60. Oderbolz (Pulver) 7:6.
Strafen: 1-mal 2 Minuten plus 1-mal 5 Minuten (Bützer) plus Matchstrafe (Ulli) gegen Zug United. 4-mal 2 Minuten gegen Sarganserland.
Sarganserland: Vetsch; Müller, Sturzenegger; Bozatzis, Brunner; Gamma, Pfiffner, Adrian Altherr; Sauter, Remo Furger, Emanuel Furger; Giger, Scherrer, Samuel Altherr.
Bemerkungen: Sarganserland ohne Arambasic, Britt, Grass (verletzt), Ackermann (krank), De Coi (Ausland), Disch, Kohler (abwesend).

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