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Friday, October 22, 2010 | Ewig lockt der Cup



Am Sonntag um 18.30 Uhr steigt wieder ein spezieller Unihockey-Anlass in der Sarganser RSA. Der UHC Sarganserland fordert im Cup-Achtelfinale den NLA-Leader Grasshoppers Zürich heraus. Erinnerungen an grossartige Cup-Erfolge werden dabei wach.

(rvo) Den 7. Oktober 2007 hat Samuel Altherr bis heute nicht vergessen. Damals gelang dem UHCS-Verteidiger ein Treffer der Marke ‚unvergesslich‘. Im Cup-Achtelfinale gegen Thun (NLB) gings für den damaligen Erstligisten Sarganserland in die Verlängerung, als Altherr mit grossen Schritten Anlauf nahm und von der Mittellinie mit einem Schlenzer zum entscheidenden 2:1 traf. «Eigentlich wars ein ganz schlechter Weitschuss», lacht der der 25-jährige Grabser bei der Erinnerung an die rauschende Cupnacht.

«Spezielle Motivation»
Drei Jahre später ist die Ausgangslage wieder eine ähnliche. Wieder heisst es Cup-Achtelfinale, wieder ist Herausforderer Sarganserland der Unterklassige. Mit den Zürcher Grasshoppers kommt ein happiger Brocken nach Sargans. «Es ist immer speziell motivierend sich mit einem Oberklassigen zu messen», freut sich Samuel Altherr auf die Partie. Seine Devise für den Sonntag. «Hinten dicht halten, möglichst lange im Spiel bleiben, uns in die Verlängerung mogeln und dann natürlich die Entscheidung suchen…»

Grosser Name
Der Grasshopper Club Zürich ist einer der renommiertesten Sportvereine der Schweiz. Vor allem die GC-Fussballer gehörten während langer Zeit zu den besten des Landes. Seit 2002 besteht auch eine Unihockeysektion bei den Grasshoppers. Für Aufsehen sorgten die Hoppers 2005, als mit Niklas Jihde der damals beste Unihockeyaner nach Zürich wechselte und den GC gleich ins Playoff-Finale gegen Wiler-Ersigen (1:3) führte.
Jihdes Erbe heisst seit letzter Saison Alexander Bodén. Der schwedische Nationalspieler wird aber nicht in Sargans auflaufen. Beim Vorbereitungsturnier Champy Cup in Chur zog er sich einen Kreuzbandriss am Knie zu und wird voraussichtlich für den Rest der Saison ausfallen. Mit Radim Cepek und Ales Jakubek (beides Nationalspieler Tschechiens), Patrik Lundström (Schweden), Hannu Korhonen (Finnland) und Fernando Cazzato (Italien) stehen immer noch sechs ausländische Verstärkungen im GC-Kader.
Daneben sorgen auch die Schweizer Akteure Pascal Helfenstein, Nico Scalvinoni, Luca Maffioletti, Linard Parli und Christoph Meier – alle im erweiterten Nationalmannschaftskader – für eine beachtliche Kaderbreite. Trainiert werden die Hoppers vom ambitionierten Schweden Magnus Svensson (ex-St. Gallen und Reinach), welcher sein neues Team letztes Wochenende bereits an die Tabellenspitze führte.

Hoffen auf grossen Zuschaueraufmarsch
Chancenlos steigt der UHC Sarganserland aber nicht ins Rennen. In der Aussenseiter-Rolle fühlen sich die Akteure meist pudelwohl. Auch konnte der UHCS in Cup-Heimspielen mehrmals über sich hinauswachsen. 2006 verloren die Sarganserländer gegen den damaligen Double-Sieger Malans erst im Penaltyschiessen, 2007 gewann der UHCS im 1/16 Finale bereits gegen den damaligen NLA-Absteiger Kloten. Die bisherigen Leistungen in der NLB-Meisterschaft lassen ebenfalls hoffen. Nach sechs Runden liegt der UHCS auf Platz 3, nur drei Punkte hinter der Tabellenspitze, welche vor der 3:5 Niederlage letzten Sonntag kurzzeitig in Sarganserländer Hand war.
Damit wieder eine unvergessliche Stimmung in der RSA herrscht, werden alle Zuschauer, welche ein Lärminstrument mitbringen, mit einem Gratisgetränk belohnt. Wie sagte Samuel Altherr nach der Partie vor drei Jahren noch leicht heiser? «Ich möchte die geniale Stimmung nochmals erleben». Kein Ding der Unmöglichkeit.

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