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Friday, September 17, 2010 | Mit frischem Wind weiter nach vorn



Mit dem morgigen Heimspiel gegen Thun (18 Uhr) startet der UHC Sarganserland in seine dritte NLB-Saison. Mit schwedischer Hilfe an der Bande will der UHCS vorne mitspielen.

(rvo) Vor fünf Jahren beendete der UHC Sarganserland seine vierte 1. Liga Saison noch auf dem ernüchternden 6. Rang. Nun nimmt er als nominelle Nummer 2 seine dritte Nationalliga B Saison in Angriff. "Jedes Jahr ein bisschen besser werden" lautet das Vereinsmotto. Immer noch auf den gleichen Stamm Spieler wie vor fünf Jahren ruht das Kadergerüst des UHCS. Im Gegensatz zur Vorsaison hielt sich die Transfertätigkeit in engen Grenzen. Mit Fabian Disch (von Chur) kehrte ein routinierter Verteidiger zurück, mit Mario Gamma (von Trimmis) trat ein SML-erprobter Stürmer dem Kader bei. Mit Silvio Camenisch wurde die Torhüterposition um eine dritte Kraft erweitert. Abschied nahmen Michael Spirig (zurück zu Widnau, 1. Liga), Ramon Kocherhans, Michael Tschirky (beide 2. Mannschaft) und Matthias Guidon (Rücktritt).

Nur acht NLB-Teams
Den gewichtigsten Zugang konnten die Verantwortlichen aber neben dem Feld vermelden. Mit Patrik Davidsson (43) wird erstmals ein Schwedischer Profitrainer im Sarganserland wirken. Mit seiner Verpflichtung soll der nächste Schritt nach vorne gemacht werden - die Konsolidierung an der NLB-Spitze. Nach der Reduzierung auf acht Teams gehört der letztjährige Vierte Sarganserland nun zu den gejagten Teams der Liga. Als Favorit steigt aber das mit zwei Schweden verstärkte Langenthal-Aarwangen in die Saison, in welcher bereits vor dem ersten Bully alle Teams für die Playoffs qualifiziert werden.
Die eilige Aufstockung der höchsten Liga lässt grüssen – die zwei zusätzlichen Teams für die SML konnten aus reglementarischer Sicht nicht mit 1. Liga Teams gefüllt werden. So blieben „nur“ acht NLB-Teams übrig. Nach den Viertelfinalplayoffs machen die Sieger in den Halbfinals die Teilnehmer für die Auf-/Abstiegsplayoffs der SML/NLB unter sich aus, während die Verlierer die Teilnehmer der Abstiegsplayouts mit den 1. Liga-Equipen ausspielen.


„Gut gearbeitet in den letzten Jahren“

"Wir werden vorne mitspielen", ist der stämmige Schwede Davidsson überzeugt, der zuvor in seiner Heimatstadt Örebro sehr erfolgreich tätig war und in den letzten vier Jahren beim Tessiner Verein Gordola vor allem die Nachwuchsabteilung nach vorne trieb. Zusammen mit dem bisherigen Coach Simon Gugelmann wird er die NLB-Equipe führen. "Hier wurde in den letzten drei Jahren sehr gut gearbeitet", lautete denn auch das erste Fazit Davidssons seit seinem Beginn Anfang August. Steigerungspotenzial ortet er aber in technischer ("Die Passqualität muss noch besser werden") und in taktischer ("Wir müssen variabler werden") Hinsicht. So lernten die Akteure eine Menge neuer Übungen kennen und konnten sich auch gleich an die spezielle Englisch-Deutsche Ausdrucksweise („you have to spielen the Bandepass“) gewöhnen.

Nachwuchs soll auch profitieren
„Frischen Wind einbringen“, lautet eines der Ziele der Verantwortlichen mit der Verpflichtung von Patrik Davidsson. Sein Aufgabenpensum dehnt sich aber weit über die NLB-Mannschaft hinaus. Zwei Drittel seiner Arbeitszeit widmet er dem Nachwuchs. Bei den U21 Junioren steht er als Headcoach an der Bande. Bei den restlichen Teams steht er den jeweiligen Coaches beratend zur Seite und besucht einmal pro Woche oder mindestens zweimal pro Monat das Training.
Das Experiment mit einem schwedischen Profitrainer lief bislang sehr erfolgreich an, doch am Schluss zählen halt auch die Resultate. Die Ziele mit der 1. Mannschaft sind hoch gesteckt. „Mindestens die Halbfinals wollen wir erreichen“, gibt denn auch Davidsson den Weg bekannt. Ob wieder von der SML geträumt werden kann, ist aber eine andere Frage. Aber wer hätte vor fünf Jahren schon gedacht, dass die höchste Unihockey-Liga überhaupt ein Thema werden könnte im Sarganserland?

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