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Wednesday, September 15, 2010 | Das Wort zum Sport



Gedanken zum Saisonstart

„Diese Unihöckler rennen immer. Wie Wiesel, ganz verrückt“, hörte ich kürzlich einen Fussballer zu seinem Kollegen sagen, als er das Training der NLB-Mannschaft von der RSA-Tribüne aus kurz beobachtete. In der Tat ist das Spieltempo bei der 1. Mannschaft in den letzten Jahren stets gestiegen. „Ruhepausen“, wie zu 1. Liga Zeiten noch gang und gäbe, gibt es mittlerweile nicht mehr. Oder werden von den gegnerischen Teams gnadenlos ausgenützt.

Auf Fehler wird die Konkurrenz auch dieses Jahr warten. Im Jahr „3“ in der zweithöchsten Schweizer Liga hat sich die Ausgangslage für den UHCS stark verändert. Aus dem unbeschwerten Aussenseiter ist einer der gejagten Favoriten geworden. Zumindest nominell – nach dem Aufstocken der Swiss Mobiliar League stiegen die zwei besten B-Teams auf. Der UHCS als letztjähriger Qualifikationsvierter ist so die Nummer 2 bei Saisonstart.

„Jedes Jahr einen Schritt nach vorne machen“, lautet das Motto des UHCS seit einigen Jahren. Aus dem 1. Liga Mittelfeldteam ist mittlerweile ein NLB-Spitzenteam geworden. Die Konsolidierung an der Spitze der zweithöchsten Liga ist das mittelfristige, die Teilnahme an den Halbfinalplayoffs das kurzfristige Ziel. Um dies zu erreichen, muss der letztjährige Stolperstein Viertelfinals – damals noch gegen den nachmaligen Aufsteiger Uster – überstanden werden.

Die Qualifikation für die Playoffs wird der UHCS bereits nach dem ersten Spiel auf sicher haben. In einem hoffentlich einmaligen Modus sind alle acht NLB-Teams automatisch für die 8-er Playoffs gesetzt. Möglich machte dies eine sehr rasche, ja fast schon überstürzte Aufstockung der höchsten Liga auf 12 Teams – leider ohne Einbezugnahme der Regionalliga, welche den Aufstiegsmodus für die 1. Liga Teams nicht während der Saison ändern konnte.

Damit unsere Spieler auch munter weiterrennen, dafür sorgt unser neuer Bandengeneral Patrik Davidsson. In Zusammenarbeit mit dem bisherigen Coach Simon Gugelmann, welcher in den letzten drei Jahren die Leistungskultur stets nach oben schraubte, wird er der NLB-Equipe Beine machen. So wurden die Karten im Team neu gemischt. Die NLB-Kenntnisse Gugelmanns, der frische Wind Davidssons, sowie die Erfahrung und der Spielwitz der munteren Truppe dürften Trumpfkarten im NLB-Rennen werden.

Auf ausländische Spieler wird im Sarganserland nach wie vor verzichtet. Die finanziellen Mittel werden lieber in einen schwedischen Trainer wie Patrik Davidsson investiert. Als Cheftrainer der U21 Mannschaft und Ausbildungschef der restlichen UHCS-Teams wird er der Nachwuchsarbeit im Sarganserland seinen Stempel aufdrücken. Und zumindest bis jetzt, die Englisch-Kenntnisse der Junioren und deren Trainer auffrischen…

Los geht’s am Wochenende auch für die U21 und die U18 Junioren. Gespannt darf auf die Saison der U21 Mannschaft gewartet werden. Lernbegierung und sehr diszipliniert machten sie grosse Fortschritte unter dem neuen Lehrmeister. Die U18 Junioren haben die Umstellung vom Turnier- auf den Einzelspielmodus zu bewältigen. Als letztjähriger Regiomeister werden sie zudem unter spezieller Beobachtung der Gegnerschaft stehen.

Wir sind bereit, das grosse Rennen kann wieder beginnen. Wir wünschen allen Sponsoren, Fans, Zuschauern, Sympathisanten und Helfern, viel Spass und gute Unterhaltung bei allen UHCS Spielen. Gleichzeitig bedanken wir uns herzlich für jegliche Art der Unterstützung.

Für den Vorstand
Reto Voneschen, Verantwortlicher Leistungssport und Kommunikation

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