Thursday, February 25, 2010 | UHCS im Playoff-Fieber
Der UHC Sarganserland ist immer noch im Aufstiegsrennen. Im vierten Playoff-Spie am Samstag (RSA Sargans, 18 Uhrl gegen NLB-Qualisieger Uster kann der UHCS die Best-Of-Seven-Serie ausgleichen. Schaffen die Sarganserländer nochmals eine Überraschung?
(rvo) „Erstmals ist der Aussenseiter in dieser Serie in Führung gegangen“, höhnte der Ustermer Speaker im Mitteldrittel der dritten Playoffpartie von letztem Samstag. Am Schluss lachten aber die UHCS-Akteure. Mit viel Herz und Kampfgeist, sowie etwas Glück rangen sie Aufstiegsfavorit Uster in dessen Halle mit 4:3 nieder. Nach den schmachvollen Kommentaren im Anschluss an die 3:12 Niederlage im Startspiel war die Genugtuung im Sarganserländer Lager gross. Nicht nur im Zürcher, nein auch im St. Galler Oberland kann respektables Unihockey gespielt werden.
Sauters VorahnungLange schienen die Ustermer den UHCS nicht ernst zu nehmen. „Schön, dass sie wenigstens versuchen mit zu spielen, statt sich nur in der Abwehr zu verstecken“, war noch nach dem 2:4 in Spiel 2 oftmals auf der Tribüne zu hören. Doch schon dort war ersichtlich, dass die Unterschiede zwischen dem Tabellenersten Uster und dem viertplatzierten Sarganserland nicht so gross waren, wie teilweise vermutet wurden. „Wir sind nah dran“, wusste Routinier Martin Sauter schon damals. Mit einem Tor und zwei Traumpässen war er denn auch der auffälligste Akteur letzten Samstag im Ustermer Buchholz.
Starke AbwehrVor allem auf einer soliden Abwehr basierte der erste Sarganserländer Playoffsieg in der NLB. Torhüter Mario Arambasic ist rechtzeitig zu den Playoffs wieder in Hochform, zudem erledigen alle Feldspieler ihre Defensivpflichten vorbildlich. Trotzdem muss nicht verschwiegen werden, dass die Ustermer Angreifer gerade in Partie drei nicht ihren besten Tag hatten. Oftmals wurde der Abschlussversuch auf Kosten eines Passes vorgezogen. Verunsicherung oder Unterschätzung des Gegners?
„Nicht das letzte Heimspiel“Usters Trainervulkan Tomas Eriksson hat die Parole für die nächste Partie am Samstag um 18 Uhr in der Sarganser RSA jedenfalls durchgegeben. „Hässliche Tore gefallen mir am besten“, wird er auf der Ustermer Website zitiert. Die Vorlieben seines Gegenübers Simon Gugelmann sind nicht bekannt, dafür seine Absichten. „Dies ist nicht unser letztes Heimspiel“, ist der Sarganserländer Headcoach überzeugt. Vor allem auf die Unterstützung der UHCS-Fans hofft der Chefcoach. „Sie sind unser 7. Mann.“ Erwartet wird ein grosser Zuschaueraufmarsch, darum wird eine frühzeitige Anreise empfohlen.
zurück