Sonntag, 21. Februar 2010 | UHCS verkürzt auf 1:2
Erstmals hat der UHC Sarganserland in den Aufstiegsplayoffs jubeln dürfen. Mit 4:3 gewannen sie das hochdramatische dritte Spiel am Samstag in Uster. Damit steht es nun 1:2 in der Best-Of-Seven-Serie.
(rvo) Bis zur letzten Sekunde mussten die Sarganserländer Unihockeyaner am Samstagabend in der Ustermer Buchholzhalle bangen. 59.58 zeigte die Spieluhr, als Usters Trainer Tomas Eriksson sein Timeout einzog. Aus gefährlicher Distanz konnten seine Spieler einen Freischlag ausführen. Doch die Besprechung nutzte nichts mehr - knapp flog der Ball am Sarganserländer Gehäuse vorbei. Jubelnd lagen sich die UHCS-Akteure kurz später in den Armen. Mit 4:3 hatten sie den Zürcher Oberländer Favoriten in einer nervenaufreibenden Partie überraschend, ja beinahe sensationell bezwungen.
Erfolgreicher MittelabschnittEin Erfolg, der vor allem auf einem sehr gelungenen Mitteldrittel fusste. 1:1 stand es nach zwanzig Minuten, ehe die goldenen Sarganserländer Minuten begannen. Erst traf Daniel Grass nach einem Solo (26.), ehe Marc De Coi in Überzahl (30.) und kurz später Routinier Martin Sauter vorentscheidend auf 4:1 erhöhte (31.). In dieser Phase überzeugte der UHCS mit schnellem, konsequentem Offensivspiel. Mit einer effektiveren Chancenauswertung wäre sogar eine höhere Führung möglich gewesen.
Undisziplinierte UstermerNoch im ersten Drittel sorgten vor allem die Hausherren für die Musik. Mit etwas Glück und einem wiederum starken Torhüter Mario Arambasic im Rücken überstanden sie die Ustermer Startoffensive. Ähnlich verlief auch der Schlussabschnitt. Mit Vehemenz drückten die Zürcher auf den Anschlusstreffer. Mit einem Doppelschlag in der 52. und 53. Minute verkürzten sie denn auch auf 4:3. Mit zwei Strafen in der Schlussphase schwächte sich das bisweilen überhart einsteigende Uster aber gleich selber.
Serie ist lanciertLange blieben die Sarganserländer der belächelte Aussenseiter in dieser Serie. Doch Trainer Simon Gugelmann und seine Leute haben die Lehren aus der verunglückten Startpartie (3:12) gezogen. Mit viel Herz zeigten sie im dritten Spiel dem grossen Favoriten Paroli. Doch Vorsicht ist geboten. Die Zürcher Löwen sind gereizt, vor allem ihr temperamentvoller schwedischer Coach Eriksson, der seinem Unmut nach Spielschluss laut Luft machte. Für Spannung vor der vierten Partie am Samstag in Sargans (18 Uhr) ist gesorgt.
Uster - Sarganserland 3:4 (1:1, 0:3, 2:0)Buchholz. - 290 Zuschauer. - SR Jost, Meier.
Tore: 9. Vizzini (Ausschluss Emanuel Furger) 0:1. 19. Emanuel Furger (Sauter) 1:1. 26. Grass 1:2. 30. (29.19) De Coi (Sauter/Ausschluss Mahler) 1:3. 31. (30.42) Sauter 1:4. 52. (51.51) Rafael Bohli (Dominik Bohli) 2:4. 53. (52.30) Aellig (Krienbühl) 3:4.
Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen Uster, 3-mal 2 Minuten gegen Sarganserland.
Uster: Bisso; Mahler, Krienbühl, Maag, Schaufelberger, Schlüssel, Dominik Bohli; Berweger, Aellig, Züger, Konarik, Rafael Bohli, Hürlimann, Fischer, Werner, Vizzini, Jaggi.
Sarganserland: Arambasic; Britt, Brunner; Sturzenegger, Scherrer; De Coi, Giger, Grass; Kohler, Bozatzis, Remo Furger; Sauter, Emanuel Furger, Spirig; Guidon, Good, Ackermann, Pfiffner.
Bemerkungen: Uster ohne Gerber, Sarganserland ohne Müller (verletzt), Adrian Altherr, Samuel Altherr (abwesend). – 58. Timeout Sarganserland, 60. Timeout Uster.
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