Sonntag, 17. Januar 2010 | Langersehnter Punkt unter äusserst schlechten Vorzeichen gewonnen
Mit zehn hartgesottenen Feldspielern, einem Torhüter, einem Head of Delegation und dem Buschauffeur und seiner Gattin konnte man beim aufstrebenden Co-Leader endlich wieder einmal punkten. Nachdem man innerhalb der letzten fünf Spielminuten drei Treffer markieren und sich so einen verdienten Punkt sichern konnte, setzte es dann in der Verlängerung doch noch eine (un)glückliche Niederlage ab. Diesem Punkt zu Ehren folgt nun endlich wieder einmal ein Spielbericht…
Scheinbar klare Stärkeverhältnisse vor dem Match(dw) Nach einer bis anhin verkorksten Saison hätten vermutlich nur wenige wagemutige Spekulanten oder suspekte Wettanbieter auf die stark dezimierten Einheimischen gesetzt. Doch wer unsere Mannen kennt, weiss auch, dass die Moral nach wie vor intakt ist und eine möglichst rasche Verdoppelung des Kontostandes angestrebt wird. Obwohl die Zürcher von Beginn weg eine neue Art Pressing aufzogen und den Schwung aus den vergangenen Partien mitnehmen wollten, war es dann aber unser Röbi, der die entstanden Räume zu nutzen wusste und mit einem satten Schuss das Score eröffnete. Durch weiterhin geduliges und fehlerfreies Spiel in der Defensive konnte den Zürchern ohne grössere Probleme Paroli geboten werden. Doch nicht umsonst steht diese konterstarke Mannschaft an der Tabellenspitze, denn zwei kleine Unachtsamkeiten in den eigenen Reihen genügten, um noch vor der Pause in Rückstand zu geraten.
Ausgeglichenes MitteldrittelAuch im Mitteldrittel änderte sich nicht viel am Geschehen. Die Armada der Elche wirbelte und röhrte und die Sarganser ihrerseits hielten mit zehn Mann und einem äusserst gut positionierten Camenisch tapfer dagegen. Anstatt des Ausgleiches fiel jedoch ein weiterer, diesmal eher glücklicher Treffer für die Gastgeber. Diese wurden jedoch zusehends nervöser, da die Sarganser ihrerseits immer wieder schnell herausgespielte Torchancen kreieren konnten, wobei der erlösende Durchschlag einfach nicht gelingen wollte.
Starkes SchlussdrittelIm Schlussdrittel mobilisierten alle elf verbliebenen Spieler noch einmal ihre entschlackten Körper und setzten zur Offensive an. Mit einem konsequenten Pressing und ohne Angst vor blauen Flecken und der gegnerischen Knautschzone wurde um jeden Ball gekämpft. Aber wie so oft in dieser Saison rumpelte es ein weiteres Mal im eigenen Netz und die Elche konnten scheinbar vorentscheiden auf 4:1 davon ziehen. Da die gestandenen Herren langsam aber sicher mit Dreitorerückständen umgehen können und bis anhin immer sehr gute Moral bewiesen, liessen sie sich auch diesmal nicht aus der Ruhe bringen. Im Gegenteil, die Favoriten wurden nervös und liessen sich immer wieder zu Abspielfehlern hinreissen, die, man staunt, eiskalt ausgenutzt wurden. Zuerst wurde Steve Kohler von Thömi Pfiffner mustergültig bedient, danach brach Göggä Pfiffner an der Bande durch und bediente den allein gelassenen Jogge Bischof und zu guter Letzt hämmerte Pascal Stucky den Ball kurz vor Schluss in die Maschen. Während der gesamten offensiven Sturm- und Drangphase hielt einer hinten den Kasten praktisch alleine rein. Sigi zeigte Parade um Parade und kratzte den Ball mit schier unmöglichen Verrenkungen von der Linie und ermöglichte überhaupt den späten Ausgleich.
Ausgelassenen Freude, hängende KöpfeEin sagenhafter Punktezuwachs von 33% inmitten der Saison wurde gefeiert, man vergass beinahe die Verlängerung in Angriff zu nehmen. In dieser neutralisierten sich dann beide Mannschaften und man rechnete schon mit einem Unentschieden, als ein Weitschuss doch noch den Erfolg für die Elche brachte. Trotzdem war man zufrieden mit dem unter diesen Umständen gewonnen Punkt und hofft auf weitere Tabellenkosmetik in den verbleibenden vier Meisterschaftsspielen.
UHC Elch Wangen-Brüttisellen – UHCS II 5:4 n.V. (2:1, 1:0, 1:3)MZH Dürrbach, Wangen b. D. – 40 Zuschauer.
Tore: 2. Gantenbein 0:1. 10. Stiefenhofer (Sterchi) 1:1. 13. Sterchi 2:1. 25. Huber 3:1. 49. Fatallah (Dällenbach) 4:1. 44. S. Kohler (Th. Pfiffner) 4:2. 47. R. Bischof (M. Pfiffner) 4:3. 60. (59:36) Stucky 4:4. 63. Stiefenhofer 4:5.
Strafen: keine
Sarganserland: Camenisch; Stucky, M. Pfiffner; Gantenbein, S. Bischof; Bruhin, R. Bischof, Peter; Th. Pfiffner, Sieber, S. Kohler
Bemerkungen: Sarganserland ohne Wilhelm, R. Kohler (verletzt), Fust, Hardegger (krank), Häubi, Sturzenegger, Laich, Gerber, R. Kobler (alle abwesend), Ch. Kobler (Ausland)
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