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Friday, September 18, 2009 | Der Schmied des UHCS-Glücks



Am Wochenende beginnt mit dem Auswärtsspiel am Freitagabend gegen Davos-Klosters (20.30 Uhr) und der samstäglichen Heimpartie gegen Bülach (RSA Sargans, 18 Uhr) für den UHC Sarganserland die zweite NLB-Saison. Die Erfahrung von Martin Sauter wird dabei von grosser Bedeutung sein.

(rvo) Seinen 30. Geburtstag feierte Martin Sauter letzten Samstag wenig glamourös. Statt einer rauschenden Fete gabs spätabends nur ein kurzes Anstossen im Kreise seiner Teamkollegen des UHC Sarganserland. Mit diesen befand er sich in Bellinzona am letzten Vorbereitungsturnier vor dem freitäglichen Meisterschaftsbeginn. Wie ein 30-jähriger fühlt sich Sauter auch noch nicht. „Ich mache immer noch gerne Scherze zusammen mit den jungen Teamkollegen“, schmunzelt der gelernte Goldschmied.

Lange Karriere
Auf dem Spielfeld ist Martin Sauter aber eine der wichtigsten Figuren im NLB-Team des UHC Sarganserland. Als er vor 18 Jahren bei Torpedo Chur seine Karriere begann, waren einige seiner heutigen Teamkollegen noch nicht den Windeln entwachsen. Während acht Jahren spielte er in der NLA, ehe er 2005 von Malans zum damaligen 1. Ligisten Sarganserland wechselte. Die Teilnahme mit Alligator Malans am Cupfinal 2005 vor 3000 Zuschauern und an der Studenten Weltmeisterschaft in Göteburg (Sd) waren die Höhepunkte seiner langen Karriere in der höchsten Liga.

Überrascht vom letztjährigen Saisonverlauf

Nach einem Kreuzbandriss musste er im letzten Jahr den Aufstieg und den Saisonstart der Sarganserländer in der NLB von der Bande aus verfolgen. Mit Blick auf die Zukunft eine wertvolle Erfahrung. „Ich kann mir vorstellen irgendwann mal als Trainer zu wirken“, so der Churer. Vor den ersten NLB-Spielen vor einem Jahr war die Ungewissheit nach einigen gewichtigen Abgängen nicht nur bei ihm gross. Umso überraschter war der Stürmer dann über den Saisonverlauf. „Ich hätte nie gedacht, dass wir in praktisch jedem Spiel mithalten können“, so Sauter, welcher im Januar sein Comeback nach einer einjährigen Pause gab.

„Zweite Saison meist schwieriger“
Der 6. Rang und die damit verbundene Teilnahme an den Playoffs mit den zwei letztplatzierten SML-Teams, lautet das neue Ziel der Sarganserländer Unihockeyaner. Sauter warnt aber vor zu viel Optimismus. „Die zweite Saison ist meist die schwierigere. Nicht nur wir kennen die Gegner besser, sie uns ebenfalls“, gibt der Routinier zu bedenken. Mehr Konstanz wünscht sich Sauter denn auch. Nicht wie in der letzten Saison, wo auf ein gutes Spiel meist auch ein schwächeres folgte. „Wir passen unser Spieltempo zu oft unserem Gegner an“, stellt Sauter immer wieder fest.

Schritt nach vorne gefordert
Mit seiner Erfahrung („Ich werde nicht mehr nervös, wenn wir zweimal nicht gewonnen haben“) will der Angreifer seinen Teamkollegen helfen, den nächsten Schritt zu machen. „Der Konkurrenzkampf tut gut, vor allem der Rhythmus in den Trainings ist bedeutend höher“, beurteilt er die Kadervergrösserung (neun Zuzüge bei fünf Abgängen) im Sommer. Er ist überzeugt, „wir können gegen alle gewinnen – aber auch gegen alle verlieren“, wie er rasch anhängt. Genauso überzeugt ist er, dass es nicht seine letzte Saison wird. „Ich will bis 39 spielen“, meint Sauter schelmisch. Beim UHCS ist der bescheidene Routinier jedenfalls immer willkommen.

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