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Friday, March 27, 2009 | Gekommen um zu bleiben



Die Ungewissheit war gross beim UHC Sarganserland vor der ersten NLB-Saison. Das junge und unerfahrene Team schlug sich aber wacker in der zweithöchsten Spielklasse und feierte letzten Samstag zu Recht ausgiebig den Ligaerhalt. Eine Rückblende.

(rvo) Gross war die Freude über den souveränen Aufstieg im Frühling des letzten Jahres beim Unihockeyclub Sarganserland. Endlich war der Verein dort, wo er schon lang hinwollte: In der Nationalliga B, der zweithöchsten Spielklasse. Doch schon kurz nach dem Aufstieg begannen die Sorgen. Einige der Leistungsträger der Aufstiegsmannschaft wollten den erhöhten Aufwand in der NLB nicht mitmachen, gleichzeitig entschieden sich die Verantwortlichen vermehrt auf junge, hungrige Spieler zu setzen. Ein Schritt, welcher einiges an Risiko barg, sich jedoch als der richtige erwies. Auch wenn einiges an Erfahrung verloren ging, der Erfolgshunger des „neuen“ UHCS war gross, sehr gross.

Abwehr als Prunkstück
Der Kampfgeist war denn auch der grösste Trumpf in der abgelaufenen Spielzeit. Praktisch in keinem der 24 Saisonspiele waren die Sarganserländer chancenlos. Meist wurde bis zum Spielschluss um die Punkte gekämpft. Getragen wurde die Mannschaft von einer starken Abwehr. Namentlich die „Lebensversicherung“ Mario Arambasic im Tor und die Stammverteidiger Raphael Britt (21 Skorerpunkte), Samuel Altherr (14 Tore), Florian Felix und den jungen Hans Sturzenegger – vor einem Jahr noch in der 2. Liga tätig – zeigten, dass sie auch in der NLB Akzente setzen konnten.
Die Offensive lebte vor allem von den beiden Centerspielern Jim Giger und Marc De Coi, welche den internen Topskorertitel unter sich ausmachten. Vor allem zu Saisonbeginn trat auch der junge Samuel Pfiffner in Erscheinung, welcher im Laufe der Saison sogar in die nationale U19 Auswahl berufen wurde. Mit Martin Sauter kehrte im neuen Jahr auch ein wichtiger Routinier nach einem Jahr Verletzungspause (Kreuzbandriss) zurück.

Immer wieder aufgestanden
Dass es nach 18 Qualifikationsspielen nicht für den Finalrundeneinzug reichte, war vor allem der mangelnden Erfahrung zuzuschreiben. Viele Spiele blieben zwar bis zum Schluss offen, doch zeigte sich die Konkurrenz in den entscheidenden Situationen oftmals abgebrühter. Eine gewisse Naivität war den Sarganserländern nicht abzusprechen, doch verunsichern liessen sie sich trotzdem nicht. Auch nach drei oder vier Niederlagen hintereinander blieben sie ruhig und bewies gerade in den sogenannten „Big Point Games“ Nervenstärke und ein erstaunliches Selbstvertrauen. Auch ein Verdienst von Cheftrainer Simon Gugelmann und seinem Assistenten Jürg Wieland, welche auch in kritischen Momenten nicht die Ruhe verloren. Ein Dauerthema blieb das knappe Kader, vor allem im Angriff waren die Sarganserländer oftmals von der Tagesform einiger Spieler abhängig.

Attraktiver neuer Modus
Die nächste Saison wird vor allem unter dem Zeichen der Bewährung stehen. Vom Nimbus des unbekannten Aufsteigers werden die Sarganserländer nicht mehr profitieren können. Ebenfalls hinterlassen die Rücktritte von Felix und den beiden Stürmern Pasqualino Santoro und Gallus Hardegger grosse Lücken. Gefüllt werden diese von vielversprechenden Spielern aus der Region. Wichtig dabei war auch, dass sich die U21 Junioren des UHCS in die Stärkeklasse B aufsteigen konnten.
Sich als „Tummelbecken“ für hoffnungsvolle Talente zu platzieren, wird auch in Zukunft das Ziel des UHC Sarganserland sein müssen. Verpflichtungen von ausländischen Spielern, wie bei den meisten Konkurrenten, sind aus finanziellen Gründen nicht vorgesehen. Der grosse Zuschauerzuspruch hat gezeigt, dass der UHCS auf dem richtigen Weg ist. Besonders interessant wird die nächste Saison vor allem deshalb, weil neu die ersten sechs Teams mit den zwei Letztplatzieren der NLA nach dem Playoffmodus spielen werden. So wird beispielsweise der NLB-Fünfte gegen den NLA-Tabellenletzten spielen. Ein Modus, der viel Spannung verspricht.

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