Monday, January 12, 2009 | Und wieder in letzter Sekunde
Erneut gewinnen die Frauen des UHC Sarganserland dank eines Treffers von Sabrina Aeschlimann in letzter Sekunde gegen Bülach Floorball. Diesmal mit 3:2 in der Verlängerung.
(rvo) Noch fünf Sekunden waren in der Verlängerung zu spielen, als die Sarganserländerinnen einen Freischlag an der Mittellinie erhielten. Nadja De Coi schnappte sich den Ball schnell und flankte ihn in hohem Bogen vor das verlassene Bülacher Tor. Dort stand Sabrina Aeschlimann, welche bedrängt von einer Gegenspielerin, den Ball irgendwie über die Linie beförderte. Im gleichen Moment ertönte die Schlussirene und alle Augenpaare blickten fragend zum Schiedsrichtergespann. Nach kurzem Zögern erteilten die beiden kurzfristig eingesprungenen Refs dem 3:2 Siegestreffer die Anerkennung. Grosse Freude bei den Gewinnerinnen aus dem Sarganserland, Entsetzen dagegen bei den Bülacherinnen. Diese wollten gesehen haben, dass Aeschlimanns Füsse beim Torschuss in der Luft waren – da die Hintertorkamera streikte, wird diese Vermutung nie bewiesen werden können.
Wenig SpielflussGlückhaft war der Zusatzpunkt für die UHCS-Frauen, aber mit Sicherheit nicht unverdient. Die abstiegsgefährdeten Zürcherinnen versuchten mit einer engen Fraudeckung das Spiel der Sarganserländerinnen zu zerstören. Phasenweise gelang ihnen dies auch, vor allem stellte sich aber kein eigentlicher Spielrhythmus ein. Immer wieder musste die Partie nach Stockschlägen unterbrochen werden. Der Start gelang dem UHCS recht passabel, der ersehnte Führungstreffer wollte aber nicht fallen. So pendelte sich das Spiel auf einem mässigen Niveau ein, ehe Lea Brägger in der 31. Minute das Skore für Bülach eröffnete. Doch die Sarganserländerinnen reagierten mit einem Weitschusstor von Sabrina Niederer postwendend (33.). Kurz vor der Pause kamen die Bülacherinnen nach einer Unaufmerksamkeit in der UHCS-Abwehr zur erneuten Führung.
Später AusgleichZur Willenssache wurde der dritte Spielabschnitt im Lager der Sarganser erklärt. Der Wille den Ausgleich zu schiessen war auch spürbar – bis zur 57. Minute mussten sich die UHCS-Frauen aber gedulden bis das 2:2 auch Tatsache war. Nach einem Niederer Schuss reagierte Aeschlimann am schnellsten. Den Punkt wollten beide Equipen auch nach Hause bringen, was – trotz einigen heissen Szenen vor dem Sarganser Tor – beiden auch gelang. In der Verlängerung hatten beide Teams die Entscheidung auf dem Stock. Jubeln durften aber schlussendlich nur die Rot-Schwarzen. Zu Recht, waren sie doch über das ganze Spiel gesehen die aktivere Mannschaft. Zu kämpfen hatten beide Teams vor allem mit der mangelnden Chancenauswertung. Bedanken konnten sich beide Frauschaften vor allem beim Schiedsrichterduo des Organisators, welches sich unkompliziert nach dem Nichterscheinen der aufgebotenen Referees zur Verfügung stellte.
Bülach Floorball – Sarganserland 2:3 n.V. (0:0, 2:1, 0:1, 0:1)Kirchwies Egg ZH. – 30 Zuschauer.
Tore: 31. Brägger 1:0. 33. Niederer (Aeschlimann) 1:1. 40. Riser 2:1. 57. Aeschlimann (Niederer) 2:2. 65. (64.59) Aeschlimann (De Coi) 2:3.
Strafen: 1-mal 2 Minuten gegen Bülach Floorball, keine gegen Sarganserland.
Sarganserland: Weber; Niederer, Fritsche (34. Felix); Camenisch, Lier; Aeschlimann, Lieberherr-Huber (21. – 50. Riesen), Stauffer; Regli (31. Tschirky), De Coi, Arnold.
Bemerkungen: Sarganserland ohne Borghi, Lufi (verletzt), Krättli (krank), Manz, Stucky, Tscherfinger (abwesend).
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