Sunday, November 23, 2008 | Verschlafenes Startdrittel kostet Punkte
In Thun hat der UHC Sarganserland am Samstagabend das zehnte NLB-Unihockeyspiel mit 3:6 verloren. Beinahe wäre das Spiel nach einem katastrophalen Startdrittel noch gekippt.
Nach acht Minuten stand UHCS-Coach Simon Gugelmann mit erhöhtem Puls auf dem Spielfeld und stauchte seine Spieler beim Timeout zusammen. Drei Gegentreffer mussten diese in der kurzen Zeit hinnehmen, allesamt nach Eigenfehlern. Das „gute Gefühl vor dem Spiel“ sollte Gugelmann täuschen – bis zur ersten Drittelspause stand es sogar 4:0 für die Thuner. Das Spiel vor der tristen Kulisse von 87 Zuschauern in der Thuner MUR-Halle schien vorzeitig entschieden.
Sarganserland erwacht35 Minuten später musste der Thuner Spielertrainer Otto Moilanen sein Timeout ziehen. Die Spielanlage hatte komplett gewechselt. Im Mitteldrittel spielten die Sarganserländer ihren Kontrahenten bis zur 35. Minute beinahe an die Wand und kamen durch zwei Tore von Jim Giger in der 22. und 28. Minute bis auf 4:2 heran. Auch im Schlussdrittel drückte der UHCS weiter auf den Anschlusstreffer – leider erfolglos. Zwei Thuner Konter besiegelten die sechste Saisonniederlage. Samuel Pfiffners Überzahltor kurz vor Schluss zum 3:6 war bloss noch Kosmetik.
Zu hoher RückstandVier Stunden Zeit hatten die Sarganserländer Unihockeyaner auf der langen Heimreise vom Berner Oberland durch den Wintereinbruch Zeit zu überlegen, was sie falsch gemacht hatten. Für Gugelmann war klar: „Die Hypothek der vier Tore aus dem ersten Drittel wog zu schwer“. Trotzdem zeigte die Mannschaft einmal mehr Moral und liess den Kopf auch nach dem hohen Rückstand nicht hängen. Einmal muss aber der Konjunktiv bemüht werden – hätten die Sarganserländer das dritte Tor erzielt, wer weiss was noch passiert wäre…
Weiterhin auf dem 8. RangNach der Auswärtsniederlage bleibt der UHCS auf dem 8. Rang stecken, die beiden Teams dahinter verloren ihre Partien ebenfalls (Reinach-Eggiwil 7:1, Kloten-Davos-Klosters 8:0). Bereits vorentscheidenden Charakter besitzt aber die nächste Heimpartie am Samstag gegen die Bern Capitals (RSA, 18 Uhr). Drei Punkte liegen die Stadtberner vor den Sarganserländern – mit einem Vollerfolg können diese den Anschluss ans Mittelfeld wieder herstellen.
Thun – Sarganserland 6:3 (4:0, 0:2, 2:1)MUR. – 87 Zuschauer. – SR Keller/Stalder.
Tore: 5. Wettstein (Moilanen) 1:0. 7. Tuhkanen 2:0. 8. Kneer 3:0. 20. Kneer (Tuhkanen) 4:0. 22. Giger 4:1. 28. Giger (De Coi/Ausschluss Lamu) 4:2. 49. Frey (Burger) 5:2. 51. Kneer (Burger) 6:2. 60. Pfiffner (Giger/Ausschluss Tuhkanen) 6:3.
Strafen: 5mal 2 Minuten plus 1mal 10 Minuten (Lamu) gegen Thun, 1mal 2 Minuten gegen Sarganserland.
Sarganserland: Arambasic; Britt, Felix; Samuel Altherr, Sturzenegger; De Coi, Santoro, Pfiffner; Giger, Emanuel Furger, Hardegger; Kohler, Adrian Altherr, Remo Furger; Andy Good.
Bemerkungen: Sarganserland ohne Guidon, Kocherhans, Sauter (alle verletzt). – 8. Timeout Sarganserland, 43. Timeout Thun.
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