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Monday, October 27, 2008 | Glückshormone im Überfluss



59.59 stand gelb leuchtend auf der Anzeigetafel, gleichzeitig stapelten sich 20 rote Spielerinnen im gegnerischen Torraum um den Siegtreffer zum 6:5 durch Sabrina Aeschlimann lauthals in allen Variationen an Urlauten zu bejubeln.

Ausgeglichenes Startdrittel
Nachdem man im September gegen Dietlikon den grosszügigen Gastgeber mimte, durften die UHCS-Ladies in der vierten Runde der laufenden Meisterschaft wiederum vor heimischem Publikum antreten. Man wollte sich nicht „lumpen“ lassen in der altehrwürdigen RSA,und dementsprechend war die positive Anspannung im gesamten Team zu spüren. Bereits nach fünf Spielminuten konnte Rahel Stauffer mittels „Buebetrickli“ den bis dahin verdienten Führungstreffer bejubeln. Postwendend kam aber die Antwort der Zürcherinnen - ein Weitschuss fand irgendwo eine Lücke in der Sarganserländer Abwehr und kullerte unglücklich ins Tor. Beide Mannschaften spielten fortan munter weiter bis in der 16. Minute Marina Lier durch Aeschlimann mustergültig bedient wurde und diese eiskalt zum 2:1 einschieben konnte. Replay: Postwendend kam aber die Antwort der Zürcherinnen, welche nach einer unglücklichen Befreiungsaktion den erneuten Ausgleich erzielen konnten.

Unglücklich agierend im Mitteldrittel

Nach dem Pausentee waren es die Bülacherinnen, welche nun vermehrt Druck ausübten und manche Abspielfehler erzwingen konnten. Aber auch die Sarganserländerinnen erspielten sich weitere gute Torchancen, exemplarisch dazu waren die drei unbedrängten Abschlüsse durch Daniela Ackermann innerhalb von wenigen Sekunden, welche aber allesamt irgendwie abgewehrt wurden. Folglich konnten die Bülacherinnen ihre leichten Vorteile, wiederum nach einiger Unordnung in den Sarganserländer Reihen, in zwei Treffer zur 4:2 Führung ummünzen. Diesmal waren es die Sarganserländerinnen, welche durch Lara Borghi umgehend reagieren und den Anschluss wiederherstellen konnten.

Finalissima
Der Start ins letzte Drittel gelang den Einheimischen perfekt. Mit dem zweiten „Buebetrickli“ des Abends durch Daniela Lieberherr konnte der Ausgleich erzielt und das vielbeschriebene Momentum in heimische Reihen gelenkt werden. Der Staff war mit dem einen Punkt aber noch nicht zufrieden und bezog 10 Minuten vor Schluss das Timeout und reduzierte auf zwei Linien. Das Break verfehlte die erwünschte Wirkung nicht - Lieberherr stocherte kurz danach den Ball zur 5:4 Führung über die Linie. Bülach war nun gefordert und konnte prompt noch zum 5:5 ausgleichen. Und dann, Sekunden vor Schluss der Siegtreffer durch Aeschlimann, welche keine Nerven zeigte und nach einem Rush übers halbe Feld den 6:5 Siegtreffer erzielen konnte. Headcoach Voneschen war die Erleichterung anzusehen: „Ich bin um zehn Jahre gealtert während dem Spiel, aber so ein Ende entschädigt für alles. Einfach unglaublich.“

In einer Woche wartet bereits der nächste Gegner auf die Sarganserländerinnen. In Bazenheid treffen die Sarganserländerinnen um 14:30 Uhr auf die unbekannten Absteigerinnen aus Winterthur.

Sarganserland – Bülach Floorball 6:5 (2:2, 1:2, 3:1)
RSA Sargans – 60 Zuschauer – SR Vinzens/Thomas
Tore: 5. Stauffer 1:0. 6. Albrecht 1:1. 17. Lier (Aeschlimann) 2:1. 18. Steiner 2:2. 28. Steiner (Riser) 2:3. 30. Tatalias (Kradolfer) 2:4. 34. Lieberherr 3:4. 42. Borghi 4:4. 52. Lieberherr 5:4. 56. Furrer 5:5. 60. (59:59) Aeschlimann 6:5.
Strafen: keine.
Sarganserland: Koslowski; Camenisch, Felix; Niederer Krättli; Regli (21. Stucky), Fritsche (21. Arnold); DeCoi, Stauffer, Riesen; Lieberherr, Aeschlimann, Lier; Tschirky, Ackermann (30. Borghi), Lufi.
Bemerkungen: Sarganserland ohne Doka, Tscherfinger (überzählig), Weber (nicht eingesetzt), Grünenfelder, Manz (beide verletzt), Willi (rekonvaleszent).

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